Perspektivische Entwicklung öffentliches Liniennetz

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ukef
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Registriert: Sonntag 24. Oktober 2010, 22:45

Perspektivische Entwicklung öffentliches Liniennetz

Beitrag von ukef »

Vorausgehend möchte ich unterstreichen, daß die folgenden zum Teil auch "utopischen" Ausführungen keinen Anspruch auf Richtigkeit besitzen und nicht der Weisheit letzter Schluß darstellen. Mir sind keine aktuellen Zahlen und Fakten bzgl. Fahrgastzahlen, Passagieraufkommen, Linienauslastungen etc. bekannt. Wichtig ist mir, daß alle geplanten Maßnahmen der innerstädtischen öffentlichen Verkehrsentwicklung auch in Hinsicht der begrenzten materiellen und finanziellen Mittel meiner Heimatstadt Erfurt im Vorfeld ausgiebig recherchiert werden, um ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis zu erzielen und keine Fehlinvestitionen sowie sinnlose Prestige-Objekte zu produzieren.

Bezug nehmend auf Pressemeldungen und Nachrichten in der Vergangenheit zur weiteren Erschließung der Krämpfervorstadt, Ringelberg, Daberstedt/TEC und Marbach mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

1.

Wiederbelebung einer Tram-Linie beginnend am Nordbahnhof via Johannesplatz, Steinplatz, Leipziger Platz oder Hanseplatz, Schmidtstedter Knoten, TEC nach Daberstedt in Anlehnung an ehemalige Straßenbahnlinie 4/O-Bus-Linie von Depot Breitscheidstraße/Anger zur Thüringenhalle/Daberstedt (zum Teil heutige Bus-Linie 9). Um eine Alternative zum "Nadelöhr" Bahnhofstraße zu gewinnen, wäre eine Nutzung der alten Tunnelunterführung des Schmidtstedter Knotens für die Tram denkbar (die derzeitige Links-Abbiegerspur für KFZ kann anderweitig realisiert werden). Auf der Südseite des Schmidtstedter Knotens weitere Linienführung in Richtung TEC/Daberstedt entlang Spielbergtor (ggf. auch Nonnenrain) mit Anbindung per Gleisdreieck und Abzweig an Streckenführung Stadtpark/Windhorststraße.

2.

Anbindung von Marbach an das Straßenbahnnetz sowie gleichzeitige westliche Umfahrung der Nordhäuserstraße und Domplatz per folgender Trassenführung: Binderslebener Knie via Witterdaer Weg, Kyffhäuser Straße, Marbach weiter zur Warschauer Straße (ggf. Nutzung der Trassenführung des Eisenbahn-Industrieanschlusses). Zur Anbindung von Marbach bietet sich ggf. auch eine kostengünstigere Variante durch Nutzung bzw. Wiederbelebung der ehemaligen Erfurter S-Bahn-Trasse mit Gleisverlängerung in Richtung entlang Birnbaumweg mit Endpunkt etwa bei Meuselwitzer Hof oder Bodenfeldallee in Marbach.
Eine solche Trassenführung müßte natürlich durch Schaffung neuer Haltepunkte in engeren Abständen attraktiver für die Nutzer als zur DDR-Zeit werden. Die Möglichkeiten sind heute weitaus günstiger als damals. Die Personalkosten (1 Person) durch moderne Triebwagen der EIB sollten vergleichbar sein mit denen einer Tram. Hier wäre eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit der EIB gefordert respektive gemeinsame Invest-Maßnahmen sowie Betreiber-Konzept. Folgende Haltepunkte kämen zum Beispiel in Betracht: Endpunkt Marbach (Meuselwitzer Hof oder Bodenfeldallee) - Nordhäuser Straße (Umstieg Tram) - Györer Straße - Nordbahnhof (Umstieg Tram) - Dieselstraße/Nordstrand - Leipziger Straße (Umstieg Tram) - Kalkreiße/Erdbeere/Wasserturm - TEC/Jenaer Straße - Hauptbahnhof (Umstieg Tram) sowie ggf. Verlängerung in westlicher Richtung.

Eine Anmerkung noch bzgl. städtischen Straßenausbau aus Anlaß der teilweisen Sperrung des Schmidtstedter Knotens vor einer Woche, was zu erheblichen Behinderungen und Überlastungen der Leipziger Straße und Tunnel Kalkreiße geführt haben: da im Zuge der ICE-Ausbaustrecke der einspurige Tunnel Kalkreiße saniert bzw. erneuert werden muß, sollte in den Verhandlungen mit der DB-AG bei der Realisierung auf eine leistungsfähige zentrumsnahe Unterführung mit Anschluß an die Kalkreiße per Brücke (wie bereits bei der Erschließung dieses Gewerbegebietes in den 90-igern geplant war) geachtet werden. Diese könnte bei Störungen im Bereich des Schmidtstedter Knotens etwas besser den umgeleiteten Verkehrsstrom in Richtung Zentrum aufnehmen. Bei der dortigen Untertunnelung der Bahn-Trasse könnte auch eine Option offen gelassen werden für eine perspektivische Trassenführung der Tram aus Richtung Endschleife Ringelberg zum TEC. Hintergrund: bis heute existiert im neuen Wohngebiet Ringelberg kein EKZ (Netto-Markt abgesehen), viele Anwohner nutzen für ihre Einkäufe per KFZ das TEC via Ostumfahrung bzw. durch das "Loch" (sogenannte einspurigere Tunnelunterführung).

Danke und Grüße an alle Erfurter/innen

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