Verkehrsminimierung durch regionale Produkte

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ModeratorVEP1
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Verkehrsminimierung durch regionale Produkte

Beitrag von ModeratorVEP1 »

per Brief am 29.10.2010 eingegangen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in o.g. Veröffentlichung haben Sie zur Beteiligung aufgerufen. Da es sich um einen längeren Planungszeitraum handelt, ist für das Einreichen von Vorschlägen die Kenntnis langfristig wirkender Faktoren und die Wertigkeit ihrer Beurteilung von Bedeutung.

Ein langfristiger Verkehrsentwicklungsplan gründet sich auf langfristig wirkende oder anzustrebende Bedingungen, auf eine langfristig angestrebte gesellschaftliche Entwicklung.

Das Verkehrsaufkommen ist eine abgeleitete Größe gesellschaftlicher Bedingungen wie z.B. Aufkommen und räumliche Verteilung der Produktion und deren Automatisierungsgrad.
Unter dem Gesichtspunkt eines minimalen Energieeinsatzes für die Versorgung der Region könnte deshalb das politische Ziel aufgestellt werden, dass ca. 50% der in der Region benötigten Produkte in der Region selbst erzeugt und verbraucht werden sollten.

Für den ÖPNV sind die demografischen und sozialen Bedingungen der Region sowie ihre Entwicklungstendenzen von Bedeutung. Werden in den folgenen 15 Jahren weiter Erwerbstätige in den Westen auswandern, hier ausgebildete Jugendliche weiterhin in andere Regionen oder das Ausland abwandern? Soll diese Entwicklung der Abwanderung beibehalten oder durch Maßnahmen der Politik gestoppt werden?
Die Politik der letzten 20 Jahre beförderte die Ausbreitung und Zunahme von Armut in der Region. Sinkende Einkommen einerseits und kontinuierlich steigende Preise für den ÖPNV andererseits - wo ist die Schnittstelle, dass sich die Masse der Armen diese Dienstleistung noch leisten kann und dem ÖPNV gewinnbringende Teilnehmerzahlen beschert werden?
Oder ist der ÖPNV gar als ein öffentliches Gut zu betrachten?

Von der Politik wird derzeit die Herausbildung wirtschaftlicher Leuchttürme (Erfurt, Weimar, Jena) befördert. Führt diese Konzentration zur Vernachlässigung der "Fläche"? Warum sollen die Bewohner der "Fläche" schlechtere verkehrspolitische Bedingungen hinnehmen als Bewohner in regionalen "wirtschaftlichen Brennpunkten"?

Die Beschäftigung mit diesem Thema ist notwendig und auch interessant, bedarf aber der Kenntnis der von der Politik beschlossenen gesellschaftlichen Entwicklung für die Region.
Der Zeitraum 22.10.2010 bis 8.11.2010 ist für o.g. Aufgabenstellung viel zu kurz.

Mit freundlichem Gruß

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