Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Das Forum zum Neubau der Rathausbrücken war bis zum 13. März 2015 12:00 geöffnet.
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Moderator_RHB_1
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Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von Moderator_RHB_1 »

Eine Brückenbreite von 10,80 Meter bietet allen Verkehrsteilnehmern nebeneinander Platz und ist nur in dieser Breite ohne Engstelle nutzbar. Zwei Meter weniger Brückenbreite rettet nicht die Bäume. Alle großen Veranstaltungen sind nur bei dieser Breite sicher!

Löffel
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Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von Löffel »

Provokation oder Zufall ?
Die Simulation der ggf. schmaleren Rathausbrücke mit 10 Weihnachtsständen (17. Frage, Bild 8) optisch situativ als potentielle Gefahr zu gestalten, ist doch hoffentlich nur ein Zufallsergebnis der Betrachtungen und keine beabsichtigte Provokation – denn zwischen Wenigemarkt und Domplatz sind in den Weihnachtsmarktzeiten schon bisher verkehrsbedingt beruhigte Zonen erforderlich und niemand käme darauf, dort zur Verschärfung einer möglichen Gefährdung von Fußgängern und Rettungsfahrzeugen eine Massierung von Verkaufsständen aufzubauen. Warum also im Bereich einer ggf. schmaleren Rathausbrücke ? Außerdem hat sich schon heute der Bereich zwischen Wenigemarkt und Benediktplatz weitestgehend zur klammheimlichen Fußgängerzone entwickelt – das ist gut so und die schon jetzt sicherheitstechnisch verschmälerte Autodurchfahrt hat meines Wissens zu keiner Gefährdung geführt. Vielmehr täte eine weitere Verkehrsberuhigung dann ohne parkende Autos diesem Bereich sehr gut und die wenigen rathauseigenen Fahrzeuge kommen mit vielleicht 30 Sekunden Verzögerung in den Rathausinnenhof; das wäre vertretbar. Übrigens kam die schon seit längerem verschmälerte Brücke einige Jahre ohne Weihnachtsstände aus und niemanden (?) hat dies gestört und der Blick auf die südliche Krämerbrückenfassaden war unverstellt – was für ein überaus schöner Zustand und Nebeneffekt ! Es stellt sich also die Frage, warum eine solche Simulation in eine ansonsten sehr gut gemeinte und sehr gut gelungene Präsentation eingebaut wurde ?
Eine entscheidungsoffene Diskussion sieht meines Erachtens anders aus und unser neuer Ministerpräsident hat nicht umsonst bei seiner Antrittsrede sinngemäß gesagt, die Politik möge bitte die Bürger einbinden und beteiligen und die Bürger mögen bitte die Politik aktiv begleiten und mitgestalten – ein sehr schönes Ziel. Also liebes Bauamt: Auf zu neuen Ufern und Überlegungen – vielleicht auch mit schmalerer Brücke und alten ehrwürdigen Bäumen. Der heutige Beitrag der Verwaltung / des Bauamts über die Thüringer Allgemeine („Stadt will Bürger bis März vom Rathausbrücken-Neubau überzeugen“) lässt leider wieder einmal keine Ergebnisoffenheit des Bauamts erkennen.

Radfahrer
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Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von Radfahrer »

Eine grundsätzliche Fragestellung fehlt bisher bei der Betrachtung des Sanierungsvorhabens „Rathausbrücke“: Welches Verkehrsaufkommen legen die Stadtplaner überhaupt zugrunde? Das sollte doch die Basis für alle Überlegungen sein. Die veröffentlichten Bilder mit den Breiten 10,80 und 8,80 Metern und mehreren Verkehrsteilnehmern suggerieren regen Verkehr, auf getrennten Spuren: Fuß-, Rad- und motorisierter Verkehr. Soll die Darstellung radikal eingeschränkten oder großzügig zugelassenen Autoverkehr bedeuten? Letzteres kann doch niemand ernsthaft wollen! In den vielen Diskussionen wurde oft und völlig zurecht auf den Zusammenhang mit der Einführung der Begegnungszone verwiesen. Wie viele Autos wollen wir künftig in der Innenstadt? Weniger, sogar sehr viel weniger, um die Aufenthaltsqualität für die Menschen wieder zu verbessern. Die autogerechte Stadt, das war im vorigen Jahrhundert bereitsd ein Auslaufmodell. Gern verweise ich auf Brückenneu- bzw umbauten in großen Innenstädten (Magdeburg, Frankfurt, ...), die allein von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden dürfen.
Neues (enkeltaugliches!) hat es schwer in Erfurt. Aber gerade hier und vor dem Hintergrund der Begegnungszone drängt es sich auf: Shared Space. → http://de.wikipedia.org/wiki/Shared_Space
Das wäre ein optimaler Ort in Erfurt, um dieses attraktive Verkehrskonzept bekannt und praktisch erlebbar zu machen. Eine 8,80 Meter breite Brücke wäre dafür völlig ausreichend, zumal ja wohl auf eine optische Unterteilung des Straßenbelages verzichtet werden soll (kennzeichnend für Shared Space). Und eine Erweiterung in Richtung Wenigemarkt könnte der nächste Schritt sein. Das Aufstellen von Verkaufsständen zum Krämerbrückenfest und zur Weihnachtszeit kann nicht ernsthaft ein Argument für Brückenbreite sein. Im Gegenteil, denn gerade wenn viele Besucher über die Rathausbrücke laufen, sollten wir ihnen nicht den wunderschönen Blick mit bunten (z. T. grell beleuchteten) Buden verstellen!

netmars
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Verstellter Blick

Beitrag von netmars »

Auch wenn ich eine echte Diskussion an dieser Stelle für unmöglich halte (vgl. mein Beitrag unter "Neue Brücken – neue Bäume!") noch einen kurzen Kommentar:
Im Artikel der TA, der das ganze "PR-Desaster" für die Stadtverwaltung ausgelöst hat, war unter anderem zu lesen, dass zwischen den beiden Brücken nach dem Willen der Stadtverwaltung keine Bäume geplanzt werden sollen, um den "schönen Blick" frei zu halten. Das will inwzischen zwar keiner mehr gesagt haben. Ich sage aber, Buden auf der Brücke stören mich viel mehr. Brücken sind Brücken und keine Plätze.

Redakteur_RHB_2
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Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von Redakteur_RHB_2 »

Löffel hat geschrieben:Provokation oder Zufall ?
Die Simulation der ggf. schmaleren Rathausbrücke mit 10 Weihnachtsständen (17. Frage, Bild 8) optisch situativ als potentielle Gefahr zu gestalten, ist doch hoffentlich nur ein Zufallsergebnis der Betrachtungen und keine beabsichtigte Provokation – denn zwischen Wenigemarkt und Domplatz sind in den Weihnachtsmarktzeiten schon bisher verkehrsbedingt beruhigte Zonen erforderlich und niemand käme darauf, dort zur Verschärfung einer möglichen Gefährdung von Fußgängern und Rettungsfahrzeugen eine Massierung von Verkaufsständen aufzubauen. Warum also im Bereich einer ggf. schmaleren Rathausbrücke ? Außerdem hat sich schon heute der Bereich zwischen Wenigemarkt und Benediktplatz weitestgehend zur klammheimlichen Fußgängerzone entwickelt – das ist gut so und die schon jetzt sicherheitstechnisch verschmälerte Autodurchfahrt hat meines Wissens zu keiner Gefährdung geführt. Vielmehr täte eine weitere Verkehrsberuhigung dann ohne parkende Autos diesem Bereich sehr gut und die wenigen rathauseigenen Fahrzeuge kommen mit vielleicht 30 Sekunden Verzögerung in den Rathausinnenhof; das wäre vertretbar. Übrigens kam die schon seit längerem verschmälerte Brücke einige Jahre ohne Weihnachtsstände aus und niemanden (?) hat dies gestört und der Blick auf die südliche Krämerbrückenfassaden war unverstellt – was für ein überaus schöner Zustand und Nebeneffekt ! Es stellt sich also die Frage, warum eine solche Simulation in eine ansonsten sehr gut gemeinte und sehr gut gelungene Präsentation eingebaut wurde ?
Eine entscheidungsoffene Diskussion sieht meines Erachtens anders aus und unser neuer Ministerpräsident hat nicht umsonst bei seiner Antrittsrede sinngemäß gesagt, die Politik möge bitte die Bürger einbinden und beteiligen und die Bürger mögen bitte die Politik aktiv begleiten und mitgestalten – ein sehr schönes Ziel. Also liebes Bauamt: Auf zu neuen Ufern und Überlegungen – vielleicht auch mit schmalerer Brücke und alten ehrwürdigen Bäumen. Der heutige Beitrag der Verwaltung / des Bauamts über die Thüringer Allgemeine („Stadt will Bürger bis März vom Rathausbrücken-Neubau überzeugen“) lässt leider wieder einmal keine Ergebnisoffenheit des Bauamts erkennen.
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Der Lageplan mit Einzeichnung der Marktstände zeigt das Szenario "Krämerbrückenfest", wie es nach dem Neubau der Rathausbrücken wieder umgesetzt werden soll. Ob die Stände auf der Nordseite oder der Südseite der Brücken stehen werden, ist noch nicht abschließend geklärt, da viele Randbedingungen, vor allem der Rettungs- und Brandbekämpfungsfall, beachtet werden müssen.
Das derzeit zur Weihnachtszeit dort auf ganzer Länge keine Buden zu finden sind, ist einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass die Brücken tonnagebegrenzt sind und vor allem die Ostbrücke eingeengt werden musste. Es ist erklärtes Ziel, den Straßenzug zwischen Kürschnergasse und Wenigmarkt wieder in die Stadtfeste- und märkte einzubeziehen.
Dem aufmerksamen Verkehrsteilnehmer ist sicher schon aufgefallen, dass der gesamte Bereich zwischen Futterstraße, Meienbergstraße und Fischmarkt bereits seit vielen Jahren als verkehrsberuhigte Zone (Schrittgeschwindigkeit) ausgeschildert ist. Daran wird sich auch nach dem Umbau nichts ändern.
Dass viele Autofahrer und auch Radfahrer sich nicht immer daran halten, liegt nicht zuletzt auch an der baulichen Situation (klassische Trennung in Fahrbahn und Gehweg). Dieser Missstand soll durch eine großzügig gestaltete, niveaugleiche Mischverkehrsfläche beseitigt werden. Die neuesten Erkenntnisse gehen dahin, dass ein großzügig, breit gestalteter Querschnitt den schwächeren Verkehrsteilnehmern (Fußgänger und Radfahrer) zugute kommt.
Das trifft genau den Kerngedanken der Begegnungszone.
Trotzdem hat der gesamte Straßenzug auch eine erhebliche Erschließungsfunktion für das Quartier und muss auch den umfangreichen Anlieferungsverkehr der zahlreichen Geschäfte abwickeln können. Eine alternative Zufahrt über Marktstraße, Michaelisstraße oder Predigerstraße ist nicht sinnvoll. Daher ist es auch wichtig, dass sich Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger begegnen können. Die für die Begegnungszone beschlossenen Zielstellungen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität sind mit einem komfortableren Flächenangebot für Fußgänger grundsätzlich besser und konfliktärmer zu erreichen.

Im Übrigen sei hier nochmals darauf hingewiesen, dass eine schmalere Brücke nicht gleichzusetzen ist mit dem Erhalt der Bäume. Die Brücken müssten derart schmal werden, dass nur noch von "Fußgängerstegen" die Rede sein kann. Das nicht sämtliche weiteren Nutzungen aus diesem Straßenzug verdrängt werden können, sollte jedem klar sein.
Einzig und allein ein Belassen der alten Widerlager erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die 4 widerlagernahen Bäume erhalten bleiben können. Ob es statisch und konstruktiv machbar ist, neue Widerlager in den jetzigen Gewässerquerschnitt vor die alten zu setzen, müssten tiefgründige Untersuchungen zeigen.

Weiterhin möchten wir noch klarstellen, dass die Stadtverwaltung weder Einfluss auf die Überschriften in der Tagespresse noch auf den Artikelinhalt hat, egal ob Wahrheiten oder Unwahrheiten verbreitet werden. Was in Zeitung und Rundfunk erscheint, entscheiden einzig und allein die zuständigen Redakteure des Mediums.>>>

Redakteur_RHB_2
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Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von Redakteur_RHB_2 »

Radfahrer hat geschrieben:Eine grundsätzliche Fragestellung fehlt bisher bei der Betrachtung des Sanierungsvorhabens „Rathausbrücke“: Welches Verkehrsaufkommen legen die Stadtplaner überhaupt zugrunde? Das sollte doch die Basis für alle Überlegungen sein. Die veröffentlichten Bilder mit den Breiten 10,80 und 8,80 Metern und mehreren Verkehrsteilnehmern suggerieren regen Verkehr, auf getrennten Spuren: Fuß-, Rad- und motorisierter Verkehr. Soll die Darstellung radikal eingeschränkten oder großzügig zugelassenen Autoverkehr bedeuten? Letzteres kann doch niemand ernsthaft wollen! In den vielen Diskussionen wurde oft und völlig zurecht auf den Zusammenhang mit der Einführung der Begegnungszone verwiesen. Wie viele Autos wollen wir künftig in der Innenstadt? Weniger, sogar sehr viel weniger, um die Aufenthaltsqualität für die Menschen wieder zu verbessern. Die autogerechte Stadt, das war im vorigen Jahrhundert bereitsd ein Auslaufmodell. Gern verweise ich auf Brückenneu- bzw umbauten in großen Innenstädten (Magdeburg, Frankfurt, ...), die allein von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden dürfen.
Neues (enkeltaugliches!) hat es schwer in Erfurt. Aber gerade hier und vor dem Hintergrund der Begegnungszone drängt es sich auf: Shared Space. → http://de.wikipedia.org/wiki/Shared_Space
Das wäre ein optimaler Ort in Erfurt, um dieses attraktive Verkehrskonzept bekannt und praktisch erlebbar zu machen. Eine 8,80 Meter breite Brücke wäre dafür völlig ausreichend, zumal ja wohl auf eine optische Unterteilung des Straßenbelages verzichtet werden soll (kennzeichnend für Shared Space). Und eine Erweiterung in Richtung Wenigemarkt könnte der nächste Schritt sein. Das Aufstellen von Verkaufsständen zum Krämerbrückenfest und zur Weihnachtszeit kann nicht ernsthaft ein Argument für Brückenbreite sein. Im Gegenteil, denn gerade wenn viele Besucher über die Rathausbrücke laufen, sollten wir ihnen nicht den wunderschönen Blick mit bunten (z. T. grell beleuchteten) Buden verstellen!
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Die veröffentlichten Lagepläne zeigen Szenarien der beiden verschiedenen Brückenbreiten jeweils mit und ohne Marktstände zum Krämerbrückenfest.
Es sind weder getrennte Spuren noch "großzügiger Autoverkehr" dargestellt. Es wurde lediglich dargestellt, welche sogenannten Begegnungsfälle der Brückenquerschnitt erfüllen können muss.
Der Querschnitt wurde eigens dafür, um die Aufenthaltsfunktion und die Benutzung des Straßenzuges für schwächere Verkehrsteilnehmer attraktiver und ungefährlicher zu machen, als niveaugleiche Mischverkehrsfläche ausgebildet.
Dieser Planungsgedanke stellt nichts anderes dar als der von Ihnen verwendete Begriff "Shared Space". Daher kommen auch die Planungsgrundsätze, den Straßenzug weder optisch noch taktil durch verschiedene Materialien, Farben und Borde zu "zonieren".
Nichtsdestotrotz haben die Rathausbrücken nicht nur eine Aufenthaltsfunktion, sondern müssen ebenso bestimmte Erschließungsfunktionen abwickeln können. Was dies bedeutet, ist gerade in den Lieferzeiten zu erkennen.
Ebenso ist der Straßenzug zwischen Kürschnergasse und Benediktsplatz wichtiger Bestandteile der Märkte und Stadtfeste. Dass man in Kauf nimmt, nach dem Neubau (8,80 m) keinerlei Veranstaltungen auf den Brücken mehr stattfinden zu lassen, ist sicherlich weder Ihr Wille, noch der der Erfurter Bürger und der zahlreichen Touristen!
Gerade diese Situation ist aber auf dem 8,80 m breiten Querschnitt mit Verkaufsständen und einem Rettungsfahrzeug dargestellt. Für die oben angesprochenen "schwachen" Verkehrsteilnehmer sieht diese Situation nicht mehr im Geringsten nach Aufenthaltsqualität und Sicherheit aus. Das Ergebnis ist, dass der Feuerwehr im Rettungs- oder Brandbekämpfungsfall nicht genügend Raum zur Verfügung steht, weder zur Durchfahrt, noch zum Aufstellen der Drehleiter auf den Rathausbrücken. Es ist aber erklärtes Ziel, mit dem Neubau das momentan nicht zufriedenstellende Rettungs- und Sicherheitskonzept weiter zu verbessern.
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netmars
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Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von netmars »

Moderator_RHB_2 hat geschrieben: Ebenso ist der Straßenzug zwischen Kürschnergasse und Benediktsplatz wichtiger Bestandteile der Märkte und Stadtfeste. Dass man in Kauf nimmt, nach dem Neubau (8,80 m) keinerlei Veranstaltungen auf den Brücken mehr stattfinden zu lassen, ist sicherlich weder Ihr Wille, noch der der Erfurter Bürger und der zahlreichen Touristen!
Gerade diese Situation ist aber auf dem 8,80 m breiten Querschnitt mit Verkaufsständen und einem Rettungsfahrzeug dargestellt. Für die oben angesprochenen "schwachen" Verkehrsteilnehmer sieht diese Situation nicht mehr im Geringsten nach Aufenthaltsqualität und Sicherheit aus. Das Ergebnis ist, dass der Feuerwehr im Rettungs- oder Brandbekämpfungsfall nicht genügend Raum zur Verfügung steht, weder zur Durchfahrt, noch zum Aufstellen der Drehleiter auf den Rathausbrücken. Es ist aber erklärtes Ziel, mit dem Neubau das momentan nicht zufriedenstellende Rettungs- und Sicherheitskonzept weiter zu verbessern.
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Erstens bin ich der Meinung, dass Buden auf einer Brücke nichts zu suchen haben.
Und Zweitens war mir nicht klar, dass die Party während eines Feuerwehreinsatzes am Einsatzort weiter gehen soll. Dann sollte man die Brücke lieber noch etwas breiter machen.

Redakteur_RHB_2
Beiträge: 40
Registriert: Mittwoch 18. Februar 2015, 14:11

Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von Redakteur_RHB_2 »

netmars hat geschrieben:
Moderator_RHB_2 hat geschrieben: Ebenso ist der Straßenzug zwischen Kürschnergasse und Benediktsplatz wichtiger Bestandteile der Märkte und Stadtfeste. Dass man in Kauf nimmt, nach dem Neubau (8,80 m) keinerlei Veranstaltungen auf den Brücken mehr stattfinden zu lassen, ist sicherlich weder Ihr Wille, noch der der Erfurter Bürger und der zahlreichen Touristen!
Gerade diese Situation ist aber auf dem 8,80 m breiten Querschnitt mit Verkaufsständen und einem Rettungsfahrzeug dargestellt. Für die oben angesprochenen "schwachen" Verkehrsteilnehmer sieht diese Situation nicht mehr im Geringsten nach Aufenthaltsqualität und Sicherheit aus. Das Ergebnis ist, dass der Feuerwehr im Rettungs- oder Brandbekämpfungsfall nicht genügend Raum zur Verfügung steht, weder zur Durchfahrt, noch zum Aufstellen der Drehleiter auf den Rathausbrücken. Es ist aber erklärtes Ziel, mit dem Neubau das momentan nicht zufriedenstellende Rettungs- und Sicherheitskonzept weiter zu verbessern.
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Erstens bin ich der Meinung, dass Buden auf einer Brücke nichts zu suchen haben.
Und Zweitens war mir nicht klar, dass die Party während eines Feuerwehreinsatzes am Einsatzort weiter gehen soll. Dann sollte man die Brücke lieber noch etwas breiter machen.
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Das sehen ein großer Teil der Bevölkerung und vor allem die Touristen sicherlich etwas anders. Man kann natürlich das Krämerbrückenfest auch ohne jeglichen regionalen Bezug auf dem Bahnhofsvorplatz stattfinden lassen, wenn man das will. Wie Sie sicherlich wissen ist ein Feuerwehreinsatz seltenst vorhersehbar und genau zu terminieren. Das heißt, dass der Querschnitt in kürzester Zeit für die Feuerwehr frei sein muss. Große Menschenansammlungen lassen sich aber nur schwer leiten, vorallem wenn Panik ausbrechen sollte. Ein nicht zu verachtender Punkt ist auch, dass nicht von jetzt auf gleich 347 Zimmermannsgesellen mit Akkuschrauber dort erscheinen und in Windeseile die Buden abbauen können.
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Henrik Zimmermann
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Registriert: Donnerstag 19. Februar 2015, 18:20

Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von Henrik Zimmermann »

Moderator_RHB_2 hat geschrieben:
netmars hat geschrieben:
Moderator_RHB_2 hat geschrieben: Ebenso ist der Straßenzug zwischen Kürschnergasse und Benediktsplatz wichtiger Bestandteile der Märkte und Stadtfeste. Dass man in Kauf nimmt, nach dem Neubau (8,80 m) keinerlei Veranstaltungen auf den Brücken mehr stattfinden zu lassen, ist sicherlich weder Ihr Wille, noch der der Erfurter Bürger und der zahlreichen Touristen!
Gerade diese Situation ist aber auf dem 8,80 m breiten Querschnitt mit Verkaufsständen und einem Rettungsfahrzeug dargestellt. Für die oben angesprochenen "schwachen" Verkehrsteilnehmer sieht diese Situation nicht mehr im Geringsten nach Aufenthaltsqualität und Sicherheit aus. Das Ergebnis ist, dass der Feuerwehr im Rettungs- oder Brandbekämpfungsfall nicht genügend Raum zur Verfügung steht, weder zur Durchfahrt, noch zum Aufstellen der Drehleiter auf den Rathausbrücken. Es ist aber erklärtes Ziel, mit dem Neubau das momentan nicht zufriedenstellende Rettungs- und Sicherheitskonzept weiter zu verbessern.
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Erstens bin ich der Meinung, dass Buden auf einer Brücke nichts zu suchen haben.
Und Zweitens war mir nicht klar, dass die Party während eines Feuerwehreinsatzes am Einsatzort weiter gehen soll. Dann sollte man die Brücke lieber noch etwas breiter machen.
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Das sehen ein großer Teil der Bevölkerung und vor allem die Touristen sicherlich etwas anders. Man kann natürlich das Krämerbrückenfest auch ohne jeglichen regionalen Bezug auf dem Bahnhofsvorplatz stattfinden lassen, wenn man das will. Wie Sie sicherlich wissen ist ein Feuerwehreinsatz seltenst vorhersehbar und genau zu terminieren. Das heißt, dass der Querschnitt in kürzester Zeit für die Feuerwehr frei sein muss. Große Menschenansammlungen lassen sich aber nur schwer leiten, vorallem wenn Panik ausbrechen sollte. Ein nicht zu verachtender Punkt ist auch, dass nicht von jetzt auf gleich 347 Zimmermannsgesellen mit Akkuschrauber dort erscheinen und in Windeseile die Buden abbauen können.
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Genau das sollte man herausfinden, was die Leute eigentlich wollen. Und nicht einfach mit "einem großen Teil der (allerdings hier bislang schweigenden) Bevölkerung" alles andere als Minderheitenvotum abkanzeln. Dieses Forum soll doch Meinungen sammeln, oder? Wenn dieses Forum auch im Sinne der jetzt viel diskutierten besseren Bürgerbeteiligung ein Anfang und Erfolg werden soll, dann lasst eine Meinung einfach mal stehen! Es gibt doch noch eine Auswertungsphase.
Zum Thema: Auf der Webseite der Bürgerinitiative gibt es glaube ich auch einen Vorschlag bei schmalerer Brücke die Buden unterhalb der Rathausbrücke am Fuße der Krämerbrücke aufzubauen. Dann würden die einen sich unten im Marktgetümmel drängen und die anderen dem Treiben von oben zuschauen können. Und die 347 Zimmermannsgesellen könnten auch mitfeiern und ihre Akkuschrauber zu Hause lassen.

Löffel
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Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von Löffel »

Meine anfänglichen Befürchtungen haben sich leider nach wenigen Tagen bei einigen "Antworten" bestätigt - denn sie kommen eindeutig von der Verwaltung / vom Bauamt. Statt objektiv Meinungen und Kommentaren und Anregungen und Ideen zu sammeln und zu erfahren, wie engagiert Bürger ticken, werden wenige Einträge abgebügelt, mit Fakten platt gemacht (die im Bauamt schon formuliert als Ziele bereitliegen?) und so indirekt einigen weiteren potentiellen Bürgern aufgezeigt, dass mit Gegenwind zu rechnen ist. So bremst man (beabsichtigt?) weitere Stimmen und Stimmungen. Die Verwaltung sollte sich darüber unterhalten, wie sie mit Bürgermeinungen umgeht! Zur Entscheidung stehen meines Erachtens: Ideensammlung oder Widerspruch. Und noch etwas ist mir und auch anderen Bürgern aufgefallen: Das Forum war erst am Freitag (den 13.02.2015) freigeschaltet aber bereits am 11.02.2015 waren 5 Einträge von Moderator_RHB_1 eingestellt worden - allesamt vom Bauamt und allesamt mit positiven Meinungen zu breiter Brücke, neuen Bäumen und offenen Hinweisen auf die bisher angefallenen und vielleicht verlorenen Gelder bei neuen Beschlusslagen des Stadtrats. Die Landeshauptstadt Erfurt / das Bauamt geht einen gefä#hrlichen Weg der Rechthaberei und der Konfrontation mit engagierten Bürgern - unser Oberbürgermeister sollte hier dringlichst eingreifen. Es lohnt sich, den Kurs jetzt noch zu ändern.

Redakteur_RHB_2
Beiträge: 40
Registriert: Mittwoch 18. Februar 2015, 14:11

Re: Verstellter Blick

Beitrag von Redakteur_RHB_2 »

netmars hat geschrieben:Auch wenn ich eine echte Diskussion an dieser Stelle für unmöglich halte (vgl. mein Beitrag unter "Neue Brücken – neue Bäume!") noch einen kurzen Kommentar:
Im Artikel der TA, der das ganze "PR-Desaster" für die Stadtverwaltung ausgelöst hat, war unter anderem zu lesen, dass zwischen den beiden Brücken nach dem Willen der Stadtverwaltung keine Bäume geplanzt werden sollen, um den "schönen Blick" frei zu halten. Das will inwzischen zwar keiner mehr gesagt haben. Ich sage aber, Buden auf der Brücke stören mich viel mehr. Brücken sind Brücken und keine Plätze.

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Wir wissen nicht von welchem „PR-Desaster“ für die Stadtverwaltung Sie sprechen. Es ist richtig, dass die jetzige Planung keine neuen Bäume zwischen Krämerbrücke und den Rathausbrücken vorsieht. Richtig ist aber auch, dass die Stadtverwaltung in den letzten Wochen und Monaten mehrfach bekräftigt hat, dass zusätzliche Neupflanzungen, sofern die vorgeschlagenen Standorte für einen Baum günstig sind, realisiert werden können. Wir bedauern, dass Sie Buden, die auf Brücken stehen, stören. Da die geplante Brückenbreite auch dafür Raum bietet, werden die Buden nicht so sehr stören.
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Redakteur_RHB_2
Beiträge: 40
Registriert: Mittwoch 18. Februar 2015, 14:11

Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von Redakteur_RHB_2 »

Löffel hat geschrieben:Meine anfänglichen Befürchtungen haben sich leider nach wenigen Tagen bei einigen "Antworten" bestätigt - denn sie kommen eindeutig von der Verwaltung / vom Bauamt. Statt objektiv Meinungen und Kommentaren und Anregungen und Ideen zu sammeln und zu erfahren, wie engagiert Bürger ticken, werden wenige Einträge abgebügelt, mit Fakten platt gemacht (die im Bauamt schon formuliert als Ziele bereitliegen?) und so indirekt einigen weiteren potentiellen Bürgern aufgezeigt, dass mit Gegenwind zu rechnen ist. So bremst man (beabsichtigt?) weitere Stimmen und Stimmungen. Die Verwaltung sollte sich darüber unterhalten, wie sie mit Bürgermeinungen umgeht! Zur Entscheidung stehen meines Erachtens: Ideensammlung oder Widerspruch. Und noch etwas ist mir und auch anderen Bürgern aufgefallen: Das Forum war erst am Freitag (den 13.02.2015) freigeschaltet aber bereits am 11.02.2015 waren 5 Einträge von Moderator_RHB_1 eingestellt worden - allesamt vom Bauamt und allesamt mit positiven Meinungen zu breiter Brücke, neuen Bäumen und offenen Hinweisen auf die bisher angefallenen und vielleicht verlorenen Gelder bei neuen Beschlusslagen des Stadtrats. Die Landeshauptstadt Erfurt / das Bauamt geht einen gefä#hrlichen Weg der Rechthaberei und der Konfrontation mit engagierten Bürgern - unser Oberbürgermeister sollte hier dringlichst eingreifen. Es lohnt sich, den Kurs jetzt noch zu ändern.
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Die Verwaltung darf an dieser Stelle korrigieren:
Ja, es ist richtig: Moderator_RHB_1 ist genauso wie Moderator RHB_2 Angestellter der Stadtverwaltung, genauer gesagt des Tiefbau- und Verkehrsamtes und nicht des Bauamtes. Ja, es ist richtig, dass die ersten Einträge im Forum bereits am 11. Februar entstanden sind, dies im Zuge der Erarbeitung der Präsentation des Topthemas "Neubau der Rathausbrücken" auf erfurt.de. Sie sollten dazu dienen, den Lesern und Nutzern des Forums einen Themenanstoß zu geben – nicht mehr und nicht weniger!
Es ist auch richtig, dass die Stadtverwaltung hat dieses Forum zur Öffentlichkeitsbeteiligung geschaffen hat, um über den Zustand der Rathausbrücken, den Werdegang der Planung und die Zielstellungen der Entwicklung für dieses Umfeld, zu informieren und dies einem breitem Publikum zugänglich zu machen. Öffentlichkeitsbeteiligung gibt es für jedes Projekt, das Stadtbild prägend ist. Ausgerechnet für die Rathausbrücken haben aber die bisherigen Formen der Öffentlichkeitsbeteiligung keine Wirkung gezeigt. Wer die Historie zur Planung der Rathausbrücken gelesen hat, weiß, dass es auf die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung zur Umgestaltung der Rathausbrücken im Jahr 2008 keine Resonanz zum Erhalt der Bäume gab. Ebenso gab es während der Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung zu den Rathausbrücken im Jahr 2009, im Jahr 2010 und im Frühjahr 2014 keine Resonanz. Erstmals im November 2014, als die "Thüringer Allgemeine" über das Abstimmungsergebnis des Ausschusses für Bau und Verkehr zur Bestätigung der Vorplanung für die Rathausbrücken berichtete, kam eine öffentliche Diskussion über den Erhalt der Bäume, die Nichtbegehbarkeit der südlichen Breitstrominsel und einen insgesamt schmaleren Straßenzug zustande.
Die Stadtverwaltung hat bereits zu Beginn der Diskussion darauf hingewiesen, dass das Projekt bis zur Baureife fertig gestellt und abgeschlossen ist. Dies gehört zur Diskussion dazu. Ebenso erläutert die Straßenbauverwaltung immer wieder, warum schmalere Brücken die Bäume nicht retten und diese Argumentation nicht den Bäumen dient. Weiter informiert die Stadtverwaltung darüber, dass öffentliche Bauverwaltungen hoheitliche Aufgaben erfüllen müssen und dazu auch die Umsetzung von Rettungskonzepten zählt. Beschlussgebendes Gremium ist der Stadtrat, die Stadtverwaltung setzt diese Beschlüsse um. Der Stadtrat hat sich noch im Dezember 2014 mehrheitlich für die Umsetzung dieser Planung (ohne Neugestaltung der südlichen Breitstrominsel) ausgesprochen, der Stadtrat hat sich für die Umgestaltung der Innenstadt zu einer Begegnungszone ausgesprochen und genau an der Umsetzung dieser Beschlüsse arbeitet die Stadtverwaltung!
Hier werden also keine „Meinungen“ vorgegeben, nein, die Stadtverwaltung informiert!
Alle engagierten Bürger dürfen und sollen frei und sachlich ihre Meinung dokumentieren. Das regelt schon das Grundgesetz und nichts anderes findet hier statt. Dies gilt aber auch für alle! Sie reden von Konfrontation, die Stadtverwaltung spricht von Information. Zu einer sachlichen Meinungsfindung gehören alle Argumente!
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bruecken_engel
Beiträge: 4
Registriert: Freitag 20. Februar 2015, 15:54

Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von bruecken_engel »

Breitere Brücken schaffen mehr Sicherheit, so vermitteln es diese Pläne auf der Erfurt-Seite und so argumentiert die Stadtverwaltung.

Ihr lieben Leute von der Krämerbrücke: wer Feste wie das Krämerbrückrnfest, den Töpfermarkt oder auch den Weihnachtsmarkt vor Augen hat und sich bitte mal in Erinnerung ruft, wie sich die Menschenmassen über die Rathausbrücke schieben, der kann nicht wirklich für eine schmalere Brücke plädieren! Im übrigen sind das Menschen, die zu solchen Anlässen Ihre potentiellen Kunden sind! Sie können doch nicht wirklich wollen, dass diese Leute lieber durch die Schlösserstraße gehen weil es vor der Krämerbrücke zu eng zugeht?

Mit einer schmaleren Brücke wird ohne Not auf Platz verzichtet, der im Ernstfall lebenswichtig sein kann! Klar kann man sagen, dass die Szenarien, die die Stadt beleuchtet mit Rettungsfahrzeugen und Verkaufsständen und Fußgängern usw. der Extremfall ist, der hoffentlich NIE Eintritt! Aber bitte, was ist, wenn es doch mal dazu kommt? Wir haben auch immer gedacht, Amokläufe an Schulen gibt es nur in den USA. Und dann kam der 26. April 2002. Ich musste diesen schwarzen Freitag miterleben! Es sei mir verziehen, dass ich dieses für Erfurt und uns alle schlimme Ereignis hier in diesem Zusammrnhsng in Erinnrrung bringe.

Und die Duisburger hätten in der Freude darüber, die Loveparade in ihrer Stadt zu haben, bestimmt auch nicht mit so einer Katastrophe gerechnet. Was ich sagen will: alles kann passieren, man muss doch auf alles vorbereitet sein! Die Stadtverwaltung trägt Verantwortung! Tritt der Ernstfall ein und auf der Brücke bricht Panik aus, Rettungsfahrzeuge kommen nicht durch, Leute können nicht schnell genug gerettet werden, dann stehen die Besserwisser und vielleicht auch die, die heute für schmalere Brücken plädieren, vorwurfsvoll da und fragen in Richtung Stadt: Warum habt Ihr denn damals die Brücke schmaler gebaut und nicht das fortgesetzt, was unsere Vorfahren so angelegt hatten?

Bitte: Lasst diese Brücke so breit wie sie ist! Zur Sicherheit für uns alle!

Redakteur_RHB_2
Beiträge: 40
Registriert: Mittwoch 18. Februar 2015, 14:11

Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von Redakteur_RHB_2 »

bruecken_engel hat geschrieben:Breitere Brücken schaffen mehr Sicherheit, so vermitteln es diese Pläne auf der Erfurt-Seite und so argumentiert die Stadtverwaltung.

Ihr lieben Leute von der Krämerbrücke: wer Feste wie das Krämerbrückrnfest, den Töpfermarkt oder auch den Weihnachtsmarkt vor Augen hat und sich bitte mal in Erinnerung ruft, wie sich die Menschenmassen über die Rathausbrücke schieben, der kann nicht wirklich für eine schmalere Brücke plädieren! Im übrigen sind das Menschen, die zu solchen Anlässen Ihre potentiellen Kunden sind! Sie können doch nicht wirklich wollen, dass diese Leute lieber durch die Schlösserstraße gehen weil es vor der Krämerbrücke zu eng zugeht?

Mit einer schmaleren Brücke wird ohne Not auf Platz verzichtet, der im Ernstfall lebenswichtig sein kann! Klar kann man sagen, dass die Szenarien, die die Stadt beleuchtet mit Rettungsfahrzeugen und Verkaufsständen und Fußgängern usw. der Extremfall ist, der hoffentlich NIE Eintritt! Aber bitte, was ist, wenn es doch mal dazu kommt? Wir haben auch immer gedacht, Amokläufe an Schulen gibt es nur in den USA. Und dann kam der 26. April 2002. Ich musste diesen schwarzen Freitag miterleben! Es sei mir verziehen, dass ich dieses für Erfurt und uns alle schlimme Ereignis hier in diesem Zusammrnhsng in Erinnrrung bringe.

Und die Duisburger hätten in der Freude darüber, die Loveparade in ihrer Stadt zu haben, bestimmt auch nicht mit so einer Katastrophe gerechnet. Was ich sagen will: alles kann passieren, man muss doch auf alles vorbereitet sein! Die Stadtverwaltung trägt Verantwortung! Tritt der Ernstfall ein und auf der Brücke bricht Panik aus, Rettungsfahrzeuge kommen nicht durch, Leute können nicht schnell genug gerettet werden, dann stehen die Besserwisser und vielleicht auch die, die heute für schmalere Brücken plädieren, vorwurfsvoll da und fragen in Richtung Stadt: Warum habt Ihr denn damals die Brücke schmaler gebaut und nicht das fortgesetzt, was unsere Vorfahren so angelegt hatten?

Bitte: Lasst diese Brücke so breit wie sie ist! Zur Sicherheit für uns alle!
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Sehr geehrter bruecken_engel,
es ist zu begrüßen, dass bei aller Diskussion um Bäume auch mal der Sicherheitsaspekt angesprochen wird, der eigentlich über allen Dingen stehen sollte.
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Cotta
Beiträge: 4
Registriert: Freitag 13. März 2015, 00:22

Re: Verkehrsraumbreiten schaffen Sicherheit!

Beitrag von Cotta »

Soweit man hört soll dieser Teil der Innenstadt verkehrsberuhigt werden. Es werden sich dann also wohl kaum irgendwelche Fahrzeuge häufiger auf der Brücke treffen.
Die Feuerwehr kann zurzeit auch nur den Fahrstreifen für das Aufstellen und die Bewegung der Drehleiter verwenden. Die Fahrspur ist doch auch nur 5m breit. Es reicht also eine schmalere Brücke - auch mit Feuerwehr.

Dass die Erfurter zusätzlich zum Krämerbrückenfest und Töpfermarkt auch noch 4 Wochen Weihnachtsmarkt mit quasi unpassierbarer Brücke leben wollen, kann keiner glauben. Die Innenstadt ist so schon eine Qual. Man muss nicht jeden Teil der Altstadt mit Buden vollknallen. Zwischen den vielen Plätzen ist auch Raum zum Durchatmen notwendig.
Eine um lediglich 2 m schmalere Brücke vergrößert die Chance zur Erhaltung des Götterbaums und Bergahorns zwischen Rathaus- und Krämerbrücke beträchtlich. Das ist es wert!

Gesperrt

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