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Jüdisches Erbe: Konzept für die Zukunft

Verfasst: Mittwoch 16. September 2009, 22:29
von ModeratorBBH3
Es ist erfreulich, dass Erfurt sein jüdisches Erbe derzeit so vielfältig aufpoliert. Es würde jedoch begrüßt werden, wenn man nicht nur auf alte Steine und den Hochzeitsring setzt, sondern auch Konzepte entwickelt, wie man das menschliche Erbe lebendig halten und in die Zukunft entwickeln kann. So wäre denkbar, dass z.B. in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Projekttage an den Schulen gefördert würden, an denen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Schicksalen jüdischer Erfurter zur Nazizeit befassen (vielleicht sogar ehemalige Bewohner aus dem eigenen Haus, jüdische Schüler/Lehrer der Schule). Organisieren könnte die Stadt auch ein in bestimmten Abständen stattfindendes Austauschtreffen zwischen den Nachkommen Erfurter Holocaust-Überlebenden und Erfurter Schülern etc.

Aber die Alte Synagoge mit den Exponaten ist eine sehr gute Möglichkeit, den Blick auf Bürger mit jüdischem Glauben nicht ständig auf eine Opferrolle zu verengen. Jüdische Bürger haben wertvolle Beiträge zur deutschen Kultur geleistet - waren und sind zum Glück wieder Teil Deutschlands. Also sollte man jüdische Kultur vermitteln. Selbstverständlich müssen auch die Verbrechen thematisiert werden, aber nicht nur.

Zu diesem Vorschlag haben ckul und KulturIrina beigetragen

Die originale Diskussion finden Sie hier: http://forum.erfurt.de/viewtopic.php?f=26&t=65&start=0