Haushaltsloch und Westtarife

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ModeratorBBH1
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Haushaltsloch und Westtarife

Beitrag von ModeratorBBH1 » Mittwoch 7. Oktober 2009, 16:39

eingegangen am 5.10.2009 per Brief mit 9 Beiträgen sowie Unterpunkten zu Vorschlägen im Forum, Teilantwort eingefügt von Moderator 1

2. Wenn Haushaltsloch mit 76 Mio Euro so groß wie noch nie ist, müssen dann die höheren Beamtengruppen die Anpassung (von %?) auf 100% Westtarif erhalten? Auch andere Leute sind fleißig und produktiv (oder arbeiten sogar ehrenamtlich)

LoSe
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Re: Haushaltsloch und Westtarife

Beitrag von LoSe » Mittwoch 7. Oktober 2009, 22:27

Als Beamter und Steuerzahler stelle ich fest, dass im Schulamt überproportional viel Personal beschäftigt ist. Bei mehreren Besuchen beobachtete ich nur unproduktives Herumstehen auf den Fluren!

Tobias
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Re: Haushaltsloch und Westtarife

Beitrag von Tobias » Mittwoch 7. Oktober 2009, 23:01

Auch wenn ich kein Beamter bin, und daher auch ganz gerne mal "die zunehmen Bürokratisierung" bemängle, würde ich die Angleichung an Westniveau nicht angreifen. So wie ich das verstanden habe, liegt das doch am ausgehandelten Tarifvertrag, oder?

Der aufgeworfene Kommentar, dass es vielleicht zu viele Beamte gibt, scheint sich mit den Statistiken zu decken (zumindest, was man so mal mitbekommt). Um aber Leute aus der Verwaltung "freizustellen", bedarf es einer eingehenden Überprüfung. Und wer will die machen? Außerdem kommt dann immer gleich der Ruf, dass hier Arbeitsplätze "vernichtet" werden. Schwierig, schwierig. Also, ich fände den Abbau von Überkapazitäten gut, aber ich beneide nicht diejenigen, die das durchführen sollen/wollen.

Christian S
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Re: Haushaltsloch und Westtarife

Beitrag von Christian S » Donnerstag 8. Oktober 2009, 14:39

Ich stimme zu, dass an dieser Stelle nicht über eine Angleichung der Beamtenvergütung auf Westniveau zu diskutieren ist. Tendenziell zeichnet sich dadurch ja schließlich auch eine Angleichung ab, die auf private Unternehmen (gesetzlich) anzupassen ist. Langfristig werden also auch das alle von profitieren. Ich möchte auch keinen Beamten unterstellen, er würde nicht fleissig und produktiv sein. Mit Sicherheit gibt es auch Viele darunter, die sich ehrenamtlich engagieren.

Worum es eigentlich geht ist das Haushaltsdefizit und die ernüchternde Arbeitsauslastung in den Ämtern. Ein Abbau solcher Überkapazitäten ist angesichts der Haushaltslage erst recht nicht zu bewältigen. Vielmehr sollte in allen Ämtern der Stadt genau geprüft werden wer wie viel macht, und entsprechende Anreize für Mehr-Arbeit gesetzt werden.
Vor Allem im Schulamt gibt es sicher eine Menge Arbeit die noch getan werden kann. Darum sollte eher Arbeit geschaffen werden (im Rahmen von Bildungs-Studien, Konzepten, Untersuchungen etc.) und regelmäßig auf Fortentwicklung überprüft werden anstatt Personal im Bildungssektor abzubauen.

Die Einführung des doppischen Buchungssystems in der Stadt Erfurt bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten um Effizienzmessungen vorzunehmen. Eine Veröffentlichung dieser Ergebnisse würde einerseits die Beamten anspornen 'fleissig' zu sein und gleichzeitig die Bürger befriedigen und mögliche Vorurteile hinsichtlich der vermeintlich 'geringen' Arbeitsbelastung eines Beamten ausräumen.

ModeratorBBH1
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Re: Haushaltsloch und Westtarife

Beitrag von ModeratorBBH1 » Freitag 9. Oktober 2009, 11:02

Anregung aufgenommen auf 4. Informationsveranstaltung am 8.10.2009, eingefügt von Moderator 1
Ausgehend von dem zu erwartenden Finanzdefizit für 2010 und nachfolgend gilt für alle Bereiche unserer Stadt: "Was wir nicht ausgeben, brauchen wir nicht sparen".
Dem haben sich auch die politischen Verantwortungsträger zu unterziehen.

ModeratorBBH1
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Re: Haushaltsloch und Westtarife

Beitrag von ModeratorBBH1 » Montag 12. Oktober 2009, 10:27

Vorschlag eingegangen am 11.10.2009 per Mail mit 3 Beiträgen zu Vorschlägen im Forum, Teilantwort eingefügt von Moderator 1

1) Kaufangebot an Pächter städtischer Gartengrundstücke (Gegenfinanzierung):
Wie der Tagespresse zu entnehmen war (TA 6.10.09), klafft im städtischen Haushalt ein Loch von 75 Mio. €. Deshalb überlegt man, städtische Immobilien bzw. Grundstücke zu verkaufen, um dieses Loch zu verkleinern.

Unsere Gedanken dazu:
Da mit einem Bevölkerungszuwachs nicht zu rechnen ist, somit auch kein Bedarf an zusätzlichen Bebauungsflächen besteht, andererseits viele Pächter Rechtssicherheit auf den gepachteten Grundstücken hätten, könnte man den Gartennutzern auf städtischem Grund und Boden ihr Areal zum Kauf anbieten - zum moderaten Preis.
Zudem halten wir den Bestand der Gartenanlagen in und um Erfurt für ein erstrebenswertes Anliegen von städtischem Interesse.
Die derzeitige befristete Nutzung ("Datschenparagraph") entmutigt viele Nutzer, in die Gestaltung des Gartens zu investieren. Eigentümer hegen und pflegen ihre Grundstücke mit großer Hingabe. Es könnte der Blumen- und Gartenstadt gut zu Gesicht stehen, mit gepflegten Gartenanlagen zu punkten. Nicht zu unterschätzen, der dadurch geleistete Beitrag20zum Schutz der Natur (z.B. Singvogel- und Schmetterlingsvielfalt, Igel, Kleingetier, sauerstoffspendende Baum- und Sträucheranlagen).
Für Familien mit einem kleineren Einkommen bietet der Garten oftmals das einzig erschwingliche Urlaubsziel - Erfurt könnte sich einmal mehr als "soziale Stadt" zeigen.

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