Ausbau der Fahrradwege in der Stadt

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ModeratorBBH1
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Ausbau der Fahrradwege in der Stadt

Beitrag von ModeratorBBH1 »

Ehe man Radwege bis Hohenfelden baut, sollten erst einmal die Wege in der Stadt ausgebaut werden. Die Strecke vom Thüringen Park bis zur Warschauer Straße und weiter zur Polizeiinspektion Nord ist für Radfahrer eine Zumutung. Man muss mehrmals hohe Bordsteine überwinden.

In der Diskussion zu diesem Beitrag gab es Zustimmung zu einer Verbesserung des Erfurter Radwegenetzes sowie weitere Vorschläge:

- Es ist nicht notwendig, überall eigene Radwege zu haben, gut wären einige durchgängige Hauptstrecken von Nord nach Süd und Ost nach West. Derzeit ist eine Durchquerung (insbesondere der Innenstadt) mit einem ständigen Wechsel von Radweg, Straße, kombinierter Rad-/Fußweg und evt. Fußgängerzone verbunden. Stellenweise gibt es auch gar keine Möglichkeiten, ohne Umwege bestimmte Regionen als Fahrradfahrer zu durchfahren (beispielsweise von der Albrechtstraße in Richtung Nettelbeckufer).

- Wünschenswert wäre ein Entwicklungskonzept für den Radverkehr und ein Runder Tisch der Stadt mit Interessenvertretungen des Radverkehrs (ADFC, VCD), an dem Maßnahmen zum Ausbau etc. und Möglichkeiten, wie man sie umsetzen kann, gemeinsam mit Vertretern der jeweiligen Stadtteile besprochen werden können.

- Die Kosten müssen gar nicht so hoch sein, um grundlegende Probleme zu beseitigen. Farbige Straßenmarkierungen als Fahrradwege im Bereich der Innenstadt, wo man sich die Straße mit der Tram teilen muss, sollten dem Fußgänger klar erkenntlich machen, dass mit Fahrradfahrern zu rechnen ist. Hier kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen, bei denen Fußgänger einem vor das Rad laufen.

-Bordsteinkanten müssen nicht aufwendig abgesenkt werden, wenn man sehr günstig kleine Rampen aus Asphalt (Teer) an den Kreuzungspunkten anlegt. In Kopenhagen findet man diese einfache, effektive Lösung überall und sie stört weder den Verkehr, das Abwasser noch den Fußgänger.

- Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im Innerstädtischen Bereich helfen auch den ordnungsliebenden Deutschen, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu akzeptieren.

- Ziel sollte es sein, dass die vorhandenen Fahrradwege auch in einem nutzbaren Zustand sind. Diese sind sowohl auszubessern und in das gesamte Verkehrsnetz besser einzubeziehen (Bordsteinabsenkung, keine Bündelung mit Fußgängerampeln sondern Parallelverlauf mit der Straße, so dass man als Radfahrer auch von abbiegenden Autos wahrgenommen wird). Eine gute Lösung stellt z.B. die Löberstraße dar.

- Es sind bei den Ampelschaltungen die Radfahrer zu berücksichtigen und nicht "als Fußgänger" zu betrachten.

- Es sollte überlegt werden, ob nicht außerhalb der Hauptverkehrszeiten das Fahrrad kostenfrei in der Straßenbahn mitgenommen werden kann.

- Ein Radwegeausbau sollte ausdrücklich auch die Ortsteile von Erfurt sowie umliegende Dörfer einbeziehen, so dass man mit dem Rad einserseits nach Erfurt-Innenstadt, aber auch zwischen den einzelnen Ortsteilen bzw. Dörfern unterwegs sein kann. Isbesondere sollte dabei an Hochstedt, Vieselbach, Azmannsdorf, Linderbach und Möchenholzhausen (Auch wenn letzteres nicht zu Erfurt gehört.) gedacht werden.

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Die originale Diskussion finden Sie hier:
http://forum.erfurt.de/viewtopic.php?f=37&t=123&start=0

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