Klare Regelungen für Radfahrer notwendig

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ModeratorVEP1
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Klare Regelungen für Radfahrer notwendig

Beitrag von ModeratorVEP1 » Mittwoch 20. Oktober 2010, 09:40

per E-Mail ging folgender Beitrag ein:

Betreff: Verkehrserschließung Andreasviertel

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Verkehrsberuhigung im Andreasviertel ist zu begrüßen - aber auch machbar?
Es sollte sich nicht nur auf den Autoverkehr beschränken. Klare Regelungen für Radfahrer sind dringend notwendig!
Als Fußgänger wird man ständig genötigt. Es wird von Seiten der Radfahrer geklingelt und geschimpft, wenn man als Füßgänger nicht schnell genug zur Seite springt.

In der Pergamentergasse bin ich schon 2 x angefahren worden, als ich das Haus verlies. Radfahrer über 7 Jahre in falscher Richtung und auf dem Gehweg mit mehr als Schrittgeschwindigkeit ist an der Tagesordnung.

In der Michaelisstraße wird von den Radlern das Spielstraßenschild ignoriert. Es wird ganz selten in Schrittgeschwindigkeit gefahren, obwohl das in der STVO geregelt ist. Meist kommt einer von vorn und hinten gleichzeitig. Nicht nur ältere Passanten sind verunsichert, nach welcher Seite man nun springen soll.

An Ampeln wird das Rotsignal nur akzeptiert, wenn ein Auto ankommt. Sonst immer drüber, was das Zeug hält.

In Fußgängerzonen sind Fußgänger immer öfter Freiwild.

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Knipschild
Beiträge: 3
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Re: Klare Regelungen für Radfahrer notwendig

Beitrag von Steffen Knipschild » Donnerstag 21. Oktober 2010, 13:19

das Problem mit "rücksichtslosen Radfahrern" ist sicher nicht schlimmer als das Problem mmit "rücksichtslosen Autofahrern".
Dennoch kann ich diese Aussagen bestätigen, auch ich wurde bereits 1x angefahren und mehrfach fast angefahren, als ich aus meinem Haus auf die Strasse trat - von Radfahrern, Erwachsenen, welche sowohl von re. als auch von li. auf dem Gehweg fuhren ... in recht hohen Geschwindigkeiten.
Dies ist jedoch eher ein grundsätzliches Problem und weniger ein Problem bei der Neuregelung der Verkehrsströme im Andreasviertel.

nas
Beiträge: 1
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Re: Klare Regelungen für Radfahrer notwendig

Beitrag von nas » Freitag 22. Oktober 2010, 09:38

Ich denke, es gibts ausreichend klare Regelungen. Aber noch lange nicht alle Radfahrer halten sich daran.

In der Pergamentergasse ist es gang und gäbe, dass Radfahrer entgegen der Einbahnstraße fahren und/oder den Fußgängerweg (mit oder entgegen der Richtung) nutzen. In einer Stunde waren es (mehrfach gezählt) jeweils über 20 Erwachsene. Und wehe man macht nicht rechtzeitig Platz - dann wird auch noch Prügel angedroht.

Warum drücken Ordnungshüter bei Radfahrern so oft beide Augen zu?

Steffen Knipschild
Beiträge: 3
Registriert: Donnerstag 21. Oktober 2010, 12:50

Re: Klare Regelungen für Radfahrer notwendig

Beitrag von Steffen Knipschild » Freitag 22. Oktober 2010, 09:58

Das öffnen von Einbahnstrassen im Andreasviertel in beide Richtungen für Radfahrer ist sicher ein Schritt, dem Radverkehr Erleichterungen zu verschaffen ... wobei das auch nur eine rechtliche Legitimierung von längst schon praktiziertem Verhalten ist.
Dennoch, ich begrüße diesen Vorschlag.
Hierbei wird allerdings eines außer Acht gelassen: Viele Radfahrer fahren auf dem Fußweg, direkt vor den Haustüren entlang, weil es offensichtlich bequemer ist dort zu fahren ... es ist ein schöner ebener Belag, der den Radfahrer nicht durchschüttelt. So schön der Kopfsteinpflasterbelag, z.B. in der Pergamentergasse, auch ist, Radfahrer verleitet er offensichtlich dazu, lieber den Belag des Fußweges zu nutzen. Wie ist es sonst zu erklärten, dass Radfahrer in - schon jetzt - erlaubter Fahrtrichtung auf dem Gehweg fahren?

gabi
Beiträge: 2
Registriert: Freitag 22. Oktober 2010, 13:18

Re: Klare Regelungen für Radfahrer notwendig

Beitrag von gabi » Freitag 22. Oktober 2010, 13:45

Ich fahre selber vorwiegend das ganze Jahr über mit dem Fahrrad, auch zur Arbeit. Besitze aber auch ein Auto.
Sicherlich ist es richtig, dass gegen rücksichtslose Fahrradfahrer vorgegangen wird.
Warum fahren z.B. in der Pargamentergasse soviele Erwachsene auch auf dem Gehweg.
Aus Erfahrung doch vorwiegend deshalb, weil das Kopfsteinpflaster besonders bei Nässe eine echte Gefahr darstellt.
Das betrifft nicht nur den Belag selber, sondern er ist zu den Außenrändern hin auch noch abschüssig.
Hinzukommt, dass die Autofahrer so knapp hinter einem her fahren und immer wieder auf das Gas treten,
das mancher u.a. auch ältere Fahrradfahrer sich diesen Gegebenheiten nicht aussetzen möchte.
Und das betrifft sicher auch Autofahrer, die in diesem Gebiet wohnen.
Und es sind u.a. auch Autofahrer aus diesem Gebiet, die es mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen absolut nicht so genau nehmen und mit mindestens 50 km/h und mehr fahren. Bei vorgegebenen 20 km/h in der Pergamendergasse dürfte es eigentlich keinen Autofahrer geben, der das Ansinnen hat, einen Fahrradfahrer so schnell wie möglich zu überholen und dann aufs Gas zu treten. Und das die Verkehrsschilder zu klein sind, über diese Begründung musste ich in der Veranstaltung am 20.10. nur lachen, auch als Autofahrer. Wenn ich ein Verkehrsschild in diesen Gebiet sehen will, dann sehe ich es auch.

Ein anderes Problem. Bereits vor ungefähr 2 Jahren wurde im Ausschuss für Umwelt .... darüber gesprochen, den Fahrradweg in der Andreasstraße (vom Domplatz gesehen auf der rechten Seite) beidseitig befahrbar zu machen . Ansonsten muss man immer bis zur jeweiligen Ampelkreuzung fahren und dann auf die andere Seite überwechseln. Ok. Man kann in der Mitte noch die Treppen runtergehen, aber das stellt stellt nicht wirklich eine Lösung des Problems dar. Ausreichend Platz und Sicherheit für Fußgänger und Fahrradfahrer ist vorhanden.
Geplant war auch ein richtiger Fahrradweg z.B. zur Uni.
In Erfurt hingt man generell mit der Ausweisung von Fahrradwegen durch die Stadt hinterher. Abgesehen davon, dass auf vorhandenen Fahrradwegen Autos parken, Fußgänger laufen, Dreck, Glas, Schnee usw. von den Fußwegen drauf gekehrt werden usw. Es nehmen sich also alle am Verkehr Beteiligten nicht viel. Jeder kann eine Latte voll Begebenheiten vorbringen.
gaBI

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