Wasserkraft

stein
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Wasserkraft

Beitragvon stein » Mittwoch 2. Juni 2010, 17:25

Erfurt, Stadt der Mühlen. Jahrhundertelang war Erfurt Standort vieler Wassermühlen. Als regeneratve Energiequelle sollte das Potenzial dieser Energieerzeugung einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer umweltfreundlicheren Energieerzeugung darstellen. Dabei sind natürlich die Belange des Umweltschutzes zu berücksichtigen, um die Eingriffe in die Natur zu minimieren und die Interessen aller Beteiligten zu wahren. M.E. bestehen jedoch umweltverträgliche Möglichkeiten der Energieerzeugung durch die Nutzung von erprobten, fischsicheren Kraftwerken, z.B. durch die Nutzung sog. Wasserwirbelkraftwerke. Diese gefährden nicht die Fischdurchgängigkeit und benötigen keine nennenswerten Höhenunterschiede im Gewässerlauf. Des Weiteren könnten solche alternativen Energieerzeugungsorte an "neuralgischen" Punkten, z.B. Luisenpark bzw. klein Vendig, als Anschauungsobjekte pädagogisch verwendet werden, um das Bewusstsein von Kindern, Schülern als auch Erwachsenen für diese ökologische Energiegewinnung zu erhöhen und diese dahingehend zu sensibilisieren. Gibt es seitens der Stadtverwaltung bzw. der Stadtwerke Überlegungen bzw. Planungen bezüglich der zukünftigen Nutzung der Wasserkraft?

mavo
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Re: Wasserkraft

Beitragvon mavo » Freitag 4. Juni 2010, 13:36

Eine sehr gute Idee wie ich finde. Welche Voraussetzungen muss denn das Gewässer haben (Fließgeschwindigkeiten, Tiefen etc.) damit eine Energieerzeugung wichtig ist? Gibt es für die Gewässer Erfurts Potentialanalysen - welches sind geeignete Standorte für diese "Flusskraftwerke"?

Zur Finanzierung schlage ich einen Bürger-Zukunfts-Fonds vor.

stein
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Re: Wasserkraft

Beitragvon stein » Sonntag 6. Juni 2010, 12:58

Die genauen technischen und gewässerspezifischen Anforderungen liegen mir nicht vor. Eine spezielle Form der Wasserkraftwerke sind u.a. sog. Wasserwirbelkraftwerke, die seit Jahren in Österreich im Einsatz sind. Diese sind neben ihrer Fischdurchgängigkeit maschinentechnisch einfach konstruiert und wartungsarm. Weiterhin fallen dort verhältnismäßig geringe Investitionskosten im Vergleich zu konventionellen Wasserkraftwerken an. Eine Belüftung des Wassers findet durch die Rotortechnik statt, womit die Selbstreinigungskräfte des Wassers mobilisiert werden. Der Rotor dreht langsam und stellt keine Gefahr für die Fische dar. Weitere interessante Infos auf der Seite einer österreichischen Genossenschaft (http://www.gwwk.ch/)

Als geeignete Standorte wären ohnehin vorhandene Gefälle bzw. Wehranlagen nutzbar, z.B. Wehr am Dreibrunnenbad, Schlösserbrücke (hier auch als Anschauungsobjekt für Jung und Alt).

Inwieweit sich unter den finanziellen Rahmen- und Förderbedingungen ein Einsatz auch in Deutschland wirtschaftlich ist, sollte durch die Stadtverwaltung bzw. die Stadtwerke geprüft bzw. publiziert werden. Da die Finanzierung ggf. durch die Problematik der Kreditaufnahme (Stichwort: Prüfung durch die Kommunalaufsicht) erschwert werden könnte, wären Bürgeranlagen eine Alternative.

ModeratorKSK1
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Re: Wasserkraft

Beitragvon ModeratorKSK1 » Freitag 9. Juli 2010, 09:08

per Postkarte ging heute folgender Beitrag ein:

Kleinwasserkraftnutzung an den Wehranlagen der Gera:

- Gispersleben Kiliani Park: größtes Gefälle im Stadtgebiet Erfurt. Projekt der SWE Energie stagniert, warum?
- weitere Untersuchungen durch FH Erfurt.
- Wehr Teichmannshof
- Einmündung Flutgraben Nettelbeckufer
- Schmidtstedter Wehr (Bahnbrücke)
- Dreibrunnen Park am Bad


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