verkehrsvermeidung durch mehr radverkehr

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taxi
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Registriert: Mittwoch 9. Juni 2010, 11:56

verkehrsvermeidung durch mehr radverkehr

Beitrag von taxi »

Einer der wichigsten Punkte meiner Meinung nach ist, daß man den Automobilverkehr hauptsächlich durch Attraktivitätssteigerung des ÖPNV und des Radverkehrs reduzieren kann.
Der Radverkehr wird in Erfurt extrem Stiefmütterlich behandelt. Ich fahre in Erfurt kaum mehr Fahrrad, da die Radfahrbedingungen so miserabel sind. Hierzu einige Beispiele auf die schnelle, die mir schon auffallen, der nur noch sehr wenig Rad fährt.

z.B. 1.) Es kann nicht sein das der Radweg aus der Innenstadt zur Uni hinaus einfach irgendwann endet, obwohl die Universtätsbesucher die potentiellen Radler sind.

z.B.2.) Raus vom Steinplatz nach Norden Richtung Stotternheimer Seen wird gerade die Ausfallstraße (ich glaube sie heißt Eugen- Richter - Straße) komplett neu gemacht -jedoch ohne einen vernünftigen Radweg zu bauen -meiner Meinung nach ein Skandal, da diese Straße eine wichtige Verbindung zu der neuen Erfurter Seenlandschaft wird.

z.B. 3.) der Zustand der Radwege in der Magdeburger Allee - das ist eher ein Crossradweg -und die Bereiche, die relativ neu gemacht wurden, sind nicht von Menschen geplant / gebaut worden, die schon einmal mit einem Rad gefahren sind -die Bordsteine sind z.B. nicht tief genug abgesengt und es gibt somit schöne Schläge auf die Bandscheiben -unprofessionell gebaut.

.z.B. 4.) auf dem Radweg in der Blumenstraße stehen mehrere Schilder -unglaublich, das ist doch kein Radweg!!!

z.B. 5.) warum gibt es keinen Radweg auf dem inneren Ring -der ist autoverkehrlich viel zu groß dimensioniert. gib den Autos viel Platz, dann brauchen sie Ihn auch!

Man merkt in dieser Stadt, daß Radwege nicht wirklich gewollt sind und wenn mal welche gebaut werden, dann ohne Ahnung von dem Thema.
so das waren nur einige wenige Beispiele -ich plädiere für einen Politikwechsel beim Thema Radverkehr und wenn man dann welche Baut sollte man den Auftrag für die Planung Leuten geben, die Ahnung von dem Thema haben.

Thomas Koch
Beiträge: 7
Registriert: Montag 14. September 2009, 16:10

Re: verkehrsvermeidung durch mehr radverkehr

Beitrag von Thomas Koch »

Am einfachsten wäre es vielleicht, wenn in Erfurt die Innenstadtstraßen weitgehend (flächendeckend?) zu Fahrradstraßen (Verkehszeichen 244) mit Zustzzeichen "Anlieger frei" erklärt würden. Wer wirklich in die Innenstadt muss, kann dann rein; die Radfahrer haben aber überall Vorfahrt und entschleunigen so den Innenstadtverkehr mit der Folge, dass es ruhiger (Raser auf Pflaster) wird und vermutlich auch weniger Autos in die Innenstadt fahren.

SvenR
Beiträge: 3
Registriert: Mittwoch 2. Juni 2010, 09:51

Re: verkehrsvermeidung durch mehr radverkehr

Beitrag von SvenR »

Neben den fehlenden Radwegen, den verkehrsreichen und fahrradunfreundlichen Ausweichstrecken (Stadtring) war heute Morgen wieder die Krönung - die Polizei dein Freund und Helfer waltet mit dem Glockenschlag 9:00 Uhr ihres Amtes im Angerbereich (Ecke Peterknecht Buchhandlung). Keine Karenzzeit von 15min. Selbst Autofahrern wird bei Tempoverstößen eine Karenz von x km/h eingeräumt.

Da will man schon CO2 an einem schönen Sommertag sparen, ist ein paar Minuten (in meinem Fall 6min) zu spät dran, und wird schon "freundlich abgez...". Was mich immer noch stört, dass die Bahn dort ungehindert durchgelassen wird. Lt. StVo besagt das am Anger angebrachte Schild 250:
Verbot für Fahrzeuge aller Art
1. Das Zeichen gilt nicht für Handfahrzeuge, abweichend von § 28 Absatz 2 auch nicht für Führer von Pferden sowie Treiber und Führer von Vieh.
2. Krafträder und Fahrräder dürfen geschoben werden.
Mit den darunter angebrachten Zusatzschild wird die Bahn in keinem Zusammenhang erwähnt. Es gibt aber auch Schilder dafür - beispielsweise als Zusatzschild bei Einbahnstraßen - "Bahn frei"

Mit dem Auto fahre ich von Stellplatz zu Stellplatz auf Arbeit, gekühlt, ohne Angst und Stess auf dem Stadtring, weil mich da ja dann niemand "umfährt" oder anhupt.

Damit möchte ich noch einmal auf eine Lösung des fehlenden Radwegs im Angerbereich hindeuten.
Auch wenn der Schienenbereich nicht gerade als sicheres Terrain bezeichnet werden kann (Straßenlaternen mitten auf dem Radweg sind ebenso wenig sicher wie dort platzierte Mülltonnen), aber es wäre eine Option, für die, die da unbedingt wollen...

Jenny
Beiträge: 18
Registriert: Sonntag 20. Juni 2010, 12:37

Re: verkehrsvermeidung durch mehr radverkehr

Beitrag von Jenny »

Ich fahre gern Rad und denke auch, dass ich ein sicherer Radfahrer bin. Ich habe auch kein Problem damit mal auf der Straße zu fahren, wenn es keine Markierung für Radfahrer auf der Fahrbahn oder einen Radweg gibt.

Problematisch wird das für mich nur, wenn die Autofahrer der Meinung sind, dass ich dort nicht hingehöre und mich mmit einem viel zu geringen Seitenabstand überholen. Leider hat das in der vergangenen Woch sogar ein Fahrschulleher getan, wie sollen dann die Schüler den Paragraphen 1 StVo lernen?

Ein "Rückstieg" auf das Auto kann nicht die Lösung sein, im Gegenteil: je mehr Leute Rad fahren um so eher werden wir auch auf den Straßen als ganz normale Verkehrsteilnehmer respektiert. Die ständige Trennung der Verkehrsarten ist meiner Meinung nach nicht die Lösung, vielmehr es es ein Mitweinander!

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