Durchgängigkeit von Radtrassen sicherstellen

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christian
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Durchgängigkeit von Radtrassen sicherstellen

Beitrag von christian » Dienstag 1. Juni 2010, 19:41

Um das Radfahren in Erfurt richtig attraktiv zu machen, braucht es durchgehende Verbindungen für Radfahrer. z.B. Nordhäuser Straße. Mir ist nach wie vor nicht klar, wie man vom Thüringenpark stadteinwärts mit dem Rad fahren soll? Vorschlag: Saalestraße in beide Richtungen als Radtrasse erweitern vom Thüringenpark bis zur Veilchenstraße. Laut Stadtplan (Profil Fahrrad) gibt es die Route ja schon fast - fehlt nur noch das Stück über die Bahngleise - und da hab ich noch nie einen Zug gesehen.

Muss ja nicht gleich perfekt sein, Hauptsache die Route die funktioniert. Ich versteh sowieso nicht, wie so ein großes Einkaufszentrum so schlecht für den Radverkehr angeschlossen sein kann.

SvenR
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Re: Durchgängigkeit von Radtrassen sicherstellen

Beitrag von SvenR » Mittwoch 2. Juni 2010, 10:09

Neben der Durchgängigkeit, ist aus meiner Sicht vor allem auch eine vernünftige und tragbare Lösung für die Verkehrsführung wichtig. Und die hat in Erfurt offensichtlich keiner geplant, der selber Rad fährt. Oder wie ist dieses "auf" und "ab" (Strasse/Fußweg) für 10m oder 15m am Stadtring Kreuzung Krämpferstr. aus Richtung Leipziger Platz kommend sonst zu erklären? Ein zentraler und gut frequentierter Knoten, mit plötzlich im Nichts endenden Radwegen (Stadtring nach der Parkhauseinfahrt) im vollen Verkehr.

Ich begrüße es, wenn es einen Radweg gibt. Aber man sollte doch Abstand davon nehmen, diesen auf eh schon engen Fußwegen, die zusätzlich noch beparkt werden, lang zu führen.
Auch finde ich, das Erfurt den Mut haben sollte, einen Radweg als solchen auch mit einer entsprechenden Markierung durchgängig zu versehen (Leipziger Platz). Dann wird auch anderen Verkehrsteilnehmern deutlich, dass Radfahrer hier auch fahren dürfen. Ein "Räder frei"-Schild wird von Autofahrern selten beachtet. Eine gestrichelte Fahrbahnmarkierung bei engen Straßen ist deutlich schwerer zu übersehen, vermeidet Missverständnisse, erhöht die Verkehrssicherheit und darf von den Autos überfahren, wenn sich kein Radfahrer da befindet.

christian
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Re: Durchgängigkeit von Radtrassen sicherstellen

Beitrag von christian » Mittwoch 2. Juni 2010, 10:35

Da stimme ich voll zu. das Krämpfertor ist für alle Richtungen mit dem Fahrrad schwierig. ob vom Leipziger Platz kommend oder z.b. von der Johannesstraße (wenn man nicht über den Anger fahren soll, dann ja wohl über den an der Stelle gut gewellten Juri?!)
unangenehm finde ich auch die Ampelschaltung dort: man steht als Radfahrer stadteinwärts wirklich manchmal länger als die Fußgänger oder Autofahrer. und wie im vorherigen Beitrag schon beschrieben: dann endet plötzlich innerhalb von wenigen Metern der Radweg in alle Richtungen.
Beim Leipziger Platz fällt mir auf, dass es dort auch stadteinwärts zwischendurch keinen Radweg mehr gibt. und wenn man stadtauswärts links von der Leipziger in die Liebknecht will, ist auch die Ampel falsch geschalten.

Klaus Walter
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Re: Durchgängigkeit von Radtrassen sicherstellen

Beitrag von Klaus Walter » Mittwoch 2. Juni 2010, 19:01

Eine Haupttrasse für den Radverkehr zwischen dem Süden und der Stadtmitte erfolgt über die Windthorststraße. Zwischen Häßlerstraße und Spielbergtor ist die Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt und nur für Anlieger frei. Da dies nur schwer zu kontrollieren ist, ignorieren die Autofahrer das in Größenordnung und gefährden den entgegenkommenden Radverkehr erheblich. Ein Umdenken sollte nicht erst nach einem schweren Unfall erfolgen, sondern es sollte geprüft werden, ob zumindest eine Geschwindigkeitsbegrenzung angemessen ist. Noch besser wäre, einmal nachzudenken, ob die Ausweisung dieses Straßenabschnitts mit dem Verkehrszeichen 244 als Fahrradstraße wie in anderen Städten inzwischen üblich auch in Erfurt möglich wäre. Aber ich denke, so weit ist man hier noch nicht. Man will bestimmt den Titel als fahrradunfreundlichste Stadt behalten. Angesichts des wachsenden Radverkehrs ist das aber nur eine Frage der Zeit. Dies hätte auch den Vorteil, dass alle Autofahrer die Trasse benutzen können (auch die Anlieger), aber nur bis maximal 30 km/h, was viel besser zu kontrollieren wäre als das bisherige Durchfahrverbot. Die Regelung macht den Schleichweg dann für Autofahrer unatraktiv.

christian
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Re: Durchgängigkeit von Radtrassen sicherstellen

Beitrag von christian » Mittwoch 2. Juni 2010, 19:54

Die Windhorststraße finde ich eigentlich schon jetzt recht gut zum Fahren. Aber die Idee mit der Fahrradstraße finde ich noch besser.
Mein Problem bei der Windhorststraße ist die Anbindung in Höhe Häßlerstraße und am Spielbergtor. An der Häßlerstraße muss man plötzlich unkoordiniert über die Schienen um mit den Fußgängern in Richtung Südpark weiterfahren zu können, und am Spielbergtor geht es entweder am Schmidtstedter Knoten nicht weiter oder eben am Bahnhof. Wobei ich jetzt nicht die Bahnhofstunneldiskussion neu aufmachen will, sondern eher dafür plädiere, am Schmidtstedter Knoten eine Fahrrad freundliche Lösung zu schaffen. Wenn man schon nicht am Bahnhof die Bahn queren soll, dann sollte wenigstens der Schmidtstedter Knoten ähnlich der Löberstraße besser für Fahrräder passierbar werden.

Vor-Ort-Befragung
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Re: Durchgängigkeit von Radtrassen sicherstellen

Beitrag von Vor-Ort-Befragung » Samstag 5. Juni 2010, 16:39

Den Ausbau der Radwege unterstütze ich. z.B. zur Uni ist das auch aus meiner Sicht notwendig.

Karin
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Re: Durchgängigkeit von Radtrassen sicherstellen

Beitrag von Karin » Freitag 11. Juni 2010, 11:18

Der Gothaer Platz ist auch so ein Punkt, wo man sich als Fahrradfahrer am besten einfach in Luft auflöst, jedenfalls suggerieren das die Verbotsschilder, die einem unvermutet die Straße verbieten.
Ein Radweg entlang der Gothaer Straße zur Ega und zur Messe wäre wichtig, denn der vorhandene Bürgersteig ist ungeeignet: schmal, mit Laternenpfosten in der Mitte des Bürgersteigs, mit vorbeirasenden Autos auf der einen und Starßenbahnen auf der anderen Seite. Gerade mit Kindern, die (bergauf!) ein bisschen Kurven fahren, zu gefährlich! Die 3 Spuren Straßenverkehr sind so breit, dass man vielleicht diese schmäler machen und einen eigenen Radweg auf der Ega-Seite anlegen könnte.
Außerdem: Es gibt ja einen "Schleichweg" zur Ega, nämlich über den Brühler Hohlweg und den Langen Berg und zuletzt einen sehr steilen Weg seitwärts. Aber das sollte dann auch ausgeschildert sein.

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Re: Durchgängigkeit von Radtrassen sicherstellen

Beitrag von ModeratorKSK1 » Mittwoch 30. Juni 2010, 09:27

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Radwegenetz in Qualität und Umfang weiter ausbauen!

Hohberg
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Re: Durchgängigkeit von Radtrassen sicherstellen

Beitrag von Hohberg » Donnerstag 1. Juli 2010, 15:26

Zunächst müsste in Erfurt sichergestellt werden, dass bei jeder neugebauten und grunderneuerten Straße auch geprüft wird, ob ein Radweg mitgebaut wird. Insbesondere ist hier die Durchgängigkeit der Radrouten zu verbessern. Ich hoffe dies zum Beispiel für die runderneuerte Talstraße (Verbindung vom Talknoten zum Geraradweg und weiter zur Nordhäuser Straße). Leider fällt den Verkehrsplanern der Stadt zum Thema Radweg meist nur ein, den Radverkehr irgendwie mit den Fußgängern zusammen zu bringen. Dabei wird jedoch ein hohes Unsicherheitspotential auf beiden Seiten geschaffen. Wenn ich als Radfahrer auf einem kombinierten Rad- und Fußweg oder auf einem Radfahrer freigegebenen Fußweg nur so schnell vorankomme, wie die Fußgänger, kann ich das Fahrrad auch gleich zu Hause lassen. Weiter fehlt eine Führung der Radwege nicht nur in die Innenstadt, sondern auch durch die Innenstadt, und zwar ohne dass man in der Fußgängerzone zwangsläufig absteigen muss. Schließlich sollten Radwege nicht die Fußwege weiter verengen, sondern die Straßen.

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