Radfahren in Erfurt attraktiv gestalten

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Auenbewohner
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Registriert: Samstag 10. Oktober 2009, 12:41

Radfahren in Erfurt attraktiv gestalten

Beitrag von Auenbewohner »

Meiner Meinung nach hat das Radfahren in Erfurt ein Image Problem bei den Verantwortlichen und den Bürgern selbst. Es wird nicht als eine moderne Art der Fortbewegung im städtischen Bereich gesehen. Um Konflikte zwischen den Bürgern und mit den Ordnungshütern zu verhindern, muss es ein Gesamtkonzept geben, welches rechtliche Probleme klar aufhebt und das Fahrradfahren als eine attraktive Variante der Fortbewegung innerhalb der Stadt gewährleistet. Der Kostenaufwand, der dafür erbracht werden müsste, ist relativ niedrig, wenn man es mit den Investitionen vergleicht, die für die Infrastruktur fürs Auto oder den öffentlichen Verkehr aufgewendet werden müssen. Dies sollte zu Zeiten von leeren Kassen ein sehr starkes Argument sein, allein der politische Wille fehlt. Eine ordnungspolitische Keule gegen StVO Vergehen von Fahrradfahrern wäre nur ein Beweiß, das es schwerwiegende Verkehrsplanerische Probleme gibt, die zu Konflikten zwischen den Verkehrsteilnehmern führen. Die Stadt der kurzen Wege, bietet sich ideal an, um seine täglichen Wege mit dem Fahrrad zu bestreiten.

Ich kann aber jeden in Erfurt verstehen, der sich nicht auf das Abenteuer Hindernis - Parkour - Bewältigung in Erfurt einlassen will. Es gehört schon eine Menge Erfahrung, Idealismus, Bewegungsdrang und Liebe zum Radeln dazu, um sich auf die täglichen Konflikte, brenzligen Situationen, Anfeindungen und sau schlechten Wegeverhältnisse einzulassen. Das Fahrradfahren ist keine ausschließliche Sonntagsbeschäftigung, sondern hat einen wichtigen Einfluss auf die Transportwege, den Stadtraum, die Attraktivität und das Lebensgefühl einer Stadt. Selbst Städte wie NY haben erkannt, dass das Auto innerhalb der Stadt keine Zukunft hat. Eine Stadt wie Erfurt, braucht frische und nachhaltige Konzepte, um eine Attraktivität zu entwickeln, die über die Thüringischen Landesgrenzen hinaus strahlt. Ich kann den Vorschlägen nur zustimmen, die andere Forumsteilnehmer beigetragen haben:

- Hohe Bordsteine absenken oder abschrägen
- Einen Fahrradweg zur Uni auf der Nordhäuserstraße (Straßenbahn und Auto teilen sich eine Spur, sehr billige Variante)
- Fahrradwege neu kennzeichnen
- Anger freigeben
- Hbf Tunnel freigeben
- Wegenetze in der Stadt schaffen
- Einbahnstraßen für Fahrradfahrer freigeben
- Promotion „Pro Rad“ starten
- Neue Fahrradwege
- Rückbau von überdimensionierten Straßen ( Stauffenbergallee)
- Fahrradweg Kennzeichnung für die Verbindung Hbf – Domplatz
- Für das weggefallene Begrüßungsgeld für Studenten, sollte es von der Stadt bezahlte Abos fürs Carsharing geben, Gutscheine für Fahrradreparaturen, Energiesparlampen, Wettbewerbe ausloben für nachhaltige Projekte etc.

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