Ersatzneubau Riethschwimmhalle

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ModeratorBBH3
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Ersatzneubau Riethschwimmhalle

Beitrag von ModeratorBBH3 » Mittwoch 23. September 2009, 12:19

Durch den Wegfall der Riethschwimmhalle (insgesamt 312m² Wasserfläche) fehlt für das öffentliche Schwimmen der Erfurter Bevölkerung eine neue Schwimmhalle. Die Thüringer Schwimmbad-Entwicklungskonzeption (des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Arbeit) aus dem Jahr 2005 weist einen Fehlbedarf von 474 m² Wasserfläche für das Jahr 2020 aus - dabei wurden die sinkenden Einwohnerzahlen bereits berücksichtigt! Eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung hätte sich mit der Nordbad-Sanierung angeboten - man hätte ein sog. Kombi-Bad (Kombination Hallen- und Freibad) am Nordpark errichten sollen. Vielleicht lässt sich der Bau eines Hallenbades am dortigen Standort zu einem späteren Zeitpunkt realisieren.

Zu diesem Vorschlag gab es Zustimmung.

Vorschlag kam von Erfurter_Radfahrer. Beiträge kamen von UZi und ines heilemann

Die originale Diskussion finden Sie hier: http://forum.erfurt.de/viewtopic.php?f=24&t=32&start=0

schotte
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Re: Ersatzneubau Riethschwimmhalle

Beitrag von schotte » Dienstag 29. September 2009, 11:00

Der Neubau einer weiteren Schwimmhalle ist überaus notwendig. Bei dem hier gemachten Standortvorschlag scheiden sich allerdings die Geister. Eine Schwimmhalle muss für alle Nutzer mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sein und das wäre am Nordpark nicht gegeben.

Erfurter_Radfahrer
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Re: Ersatzneubau Riethschwimmhalle

Beitrag von Erfurter_Radfahrer » Freitag 2. Oktober 2009, 16:58

Da muss ich "Schotte" zustimmen - die Erreichbarkeit ist wirklich ein Problem. Durch den gleichen Standort des neuen Hallenbades wie des Nordbades sollte eine ganzjährige Nutzung der technischen Anlagen ermöglicht werden. Mir fallen leider keine Alternativstandorte für einen Ersatzneubau ein.

ModeratorBBH1
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Re: Ersatzneubau Riethschwimmhalle

Beitrag von ModeratorBBH1 » Mittwoch 7. Oktober 2009, 13:39

Kommentar eingegangen per E-Mail am 6.10.2009, eingefügt von Moderator1

Standortvorschlag für die dritte Schwimmhalle in Erfurt


Sehr geehrter Herr Ahlke,

wir schlagen für die dritte Schwimmhalle die KOWO Fläche in der Vilniuser Straße zwischen Deutschorden- Altenheim und dem Y-Gebäude mit dem Hotel Wilna vor.

Begründung:

1. Im FNP steht die Riethschwimmhalle als zu erhalten und dies obwohl der FNP bereits mehrfach ausgelegt und geändert wurde. Im Vertrauen auf den FNP haben wir uns 1999 entschlossen in dem nördlichsten Zipfel der Andreasvorstadt aus einer verwilderten Fläche mit einer Remise ein schönes Wohngrundstück zu machen. Diese Entscheidung haben wir auf Grund der hervorragenden Infrastruktur zu der auch die Schwimmhalle gehörte, getroffen. Entsprechend des jetzt verbindlichen FNP sollte die Schwimmhalle auch in Rieth gebaut werden.

2. Es gibt im Erfurter Stadtgebiet keine Fläche mit einem besseren ÖPNV- Anschluss. Direkt davor halten die Straßenbahnlinien 1 und 6, die den Erfurter Nordwesten, die Innenstadt und den gesamten Süden anbindet. Durch die verschiedenen Buslinien an der Mainzer Straße sind auch der Erfurter Nordosten und das Umland gut angebunden.
Die Erreichbarkeit auch für Kinder (Schulschwimmen, Vereinsschwimmen), alte Menschen und Behinderte ist somit vorhanden.

3. Im fußläufigen Umfeld befinden sich 6 Schulen und mehrere Kindereinrichtungen, dazu ein Hotel, zwei Altenheime und altersgerechtes Wohnen, mehrere Physiotherapien, so dass eine Auslastung auch in den Vormittagsstunden gewährleistet sein sollte.

4. Durch die Riethsporthalle, den Sportpark in der Vilniuspassage und das Altenheim (Schichtwechsel) ist auch in den späten Abendstunden eine Belebung der Straße gewährleistet, was die Sicherheit der Badbesucher erhöht.

5. Rieth und Berliner Platz gehören zu den Gebieten mit der höchsten Einwohnerdichte. Im fußläufigen Umfeld dürften mehr als 20.000 Bürger wohnen. Das Rieth hat trotz des Abrisses der zwei Y- Bauten eine Einwohnerzunahme zu verzeichnen.

6. Der Erfurter Norden bedarf dringend zu Imageverbesserung eines weichen Standortfaktors, da kulturelle Einrichtung und öffentliche Grünflächen fehlen. Die Fläche liegt in Norden, ist aber auch noch so innenstadtnah, dass bei weiterem Einwohnerrückgang ÖPNV und Einwohnerzahl im Umfeld bestehen werden.

7. Der „Familienbadetag“ kann auch mit einem Essen in der Vilnius Passage oder einem Einkauf verbunden werden, so dass die Geschäfte in der Passage und der Mainzer Straße belebt werde könnte. Auch den Hotel Wilna würde von einem nahen Hallenbad profitieren.

8. Die Schaffung von Parkplätzen, die für ein Hallenbad zwingend erforderlich sind, wäre am vorgeschlagenen Standort kein Problem und könnten ggf. bei Großveranstaltungen in der Riethsporthalle mitgenutzt werden.

9. Bei richtiger Anordnung der Schwimmhalle könnte im hinteren Bereich ggf. kleinteiliger Wohnungsbau entwickelt werden, so fern nicht die Riethsporthalle auf diese Fläche verlagert wird, da der derzeitig geplante Ersatzstandort eher eine teure „Krampflösung“ darstellt, da die Halle auf einen Teilbereich des Sportplatzes drückt und eine Straße mit allen Medien umgelegt werden muss. Außerdem war der Sportplatz beim letzten Hochwasser durch das ansteigende Grundwasser überspült.

10. Der Flächenerwerb dürfte vertretbar sein. Zu einem könnten die beiden städtischen Töchter einen Flächetausch vereinbaren. Zum anderen dürften die Stadtwerke Bäder und Freizeit GmbH durch die Schließung zahlreicher Bäder (Hermannsbad, Stotternheimer Freibad, Vieselbacher Freibad, Riethschwimmhalle) und damit der Betriebskosteneinsparung sowie durch die Veräußerung der Flächen auch über die ausreichenden finanziellen Möglichkeiten verfügen.



Den Vorschlag der Freizeit- und Bäder GmbH die dritte Schwimmhalle in Nordbad zu errichten, lehnen wir ausdrücklich ab.
- die behaupteten Synergieeffekte gibt es nicht, da Frei- und Hallenbäder andere Temperaturen benötigen und andere Wasserwechselraten sowie eine andere chemische Aufbereitung.
- durch die BI ist eine Vergrößerung der Wasserfläche erstritten worden. Die vorher immer schon als zu gering bezeichnete Liegefläche damit noch kleine geworden. Ein Hallenbad würde die Liegefläche weiter verkleinern und eine Auslastung des Freibades im Wege stehen.
- eine ÖPNV- Anbindung, die für eine Freibadnutzung nicht zwingend erforderlich ist, aber für eine Hallenbadnutzung unerlässlich (kürzere Nutzungszeiten, dunkle und kalte Jahreszeit) ist nicht vorhanden; alte Menschen, Kinder und Behinderte können das Hallenbad nur mit Hilfe nutzen.
- eine andere Nutzung ist nicht vorhanden, so dass die Sicherheit besonders für Kinder und Frauen gefährdet ist. Dies gilt um so mehr in der Hauptnutzungszeit des Hallenbades in der „dunklen“ Jahreszeit
- ein Parkplatz im denkmalgeschützten Nordpark zu errichten, dürfte sich sowieso verbieten. Jedoch würde durch den Fahrverkehr der Zweck des Nordparks als Erholungsort konterkariert. Die derzeitige Straße sollte stattdessen zurückgebaut bzw. abgepollert und für Inline-Skater genutzt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Familie Klatt

Christian S
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Re: Ersatzneubau Riethschwimmhalle

Beitrag von Christian S » Donnerstag 8. Oktober 2009, 15:10

Der Vorschlag der Familie Klatt erscheint einleuchtend.

Vor allem wäre im Rahmen eines Gutachtens zu ermitteln, welchen finanziellen Unterschied der Neubau bzw. der Umbau ausmacht.

Ein Neubau wäre insgesamt zu bevorzugen. Der Standort Nordbad ist tatsächlich ungünstig was den ÖPNV angeht. Vor Allem, weil insbesondere Hallenbäder in den frühen Morgen- bzw. Abend/Nachtstunden genutzt werden.

Unabhängig davon begrüße ich ebenfalls die Idee, die Durchfahrtsstraße am Nordpark (falls verkehrstechnisch vertretbar) abzupollern und damit die Aufenthaltsqualität durch den Wegfall dieser Barriere zu erhöhen. (im Übrigen trennt ausgerechnet eine Straße den Park von einer Hundewiese)

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