Betreiberkonzept Alte Synagoge

Gesperrt
Dr.Meisgeier

Betreiberkonzept Alte Synagoge

Beitrag von Dr.Meisgeier » Sonntag 13. September 2009, 10:37

Das mittelalterliche jüdische Erbe hat weltweit eine kulturhistorische Alleinstellung. Es ist richtig, dass dieses Erbe durch den UNESCO-Weltkulturerbetitel geschützt werden soll. Dies kann nur gemeinsam, nicht gegeneinander geschehen. Dem hat ein Betreiberkonzept für die Alte Synagoge Rechnung zu tragen durch:
-eine zügige Gründung einer „unechten“ Stiftung durch die Stadt Erfurt, das Land Thüringen und die Jüdische Gemeinde
- sobald genügend Kapital gesammelt werden kann, soll die „unechte“ Stiftung in eine „echte“ Stiftung umgewandelt werden (bei der benötigenden Summe kann dies natürlich Jahrzehnte dauern)
- Absicherung einer wissenschaftlichen Leitung der Alten Synagoge, um die Auflagen an einem Weltkulturerbetitel nicht zu gefährden bzw. um Anfragen/Besuche von Wissenschaftlern und Fachjournalisten kompetent zu betreuen.
- Präsenz auf Fachtagungen
- regelmäßige Forschung und Publikation
- internationale Öffentlichkeitsarbeit

KulturIrina
Beiträge: 2
Registriert: Mittwoch 16. September 2009, 18:35

Re: Betreiberkonzept Alte Synagoge

Beitrag von KulturIrina » Mittwoch 16. September 2009, 19:06

Ich kann bis heute nicht nachvollziehen, warum der Stadtrat die Gründung einer nicht rechtsfähigen Stiftung "Jüdisches mittelalterliches Erbe" abgelehnt hat. Es war wohl eine Bauchentscheidung. Jedenfalls bin ich auch dafür, die Stiftung schnell zu gründen. Die Betreibung des Kulturerbes wäre abgesichert - nicht nur finanziell, sondern auch fachlich. Ich denke, nur so hat die Bewerbung für den Weltkulturerbetitel eine Chance. Eine "Meine-Deine" Diskussion ist abzulehnen, da kindisch und provinziell. Erfurt ist die Landeshauptstadt Thüringens, also warum nicht eine gemeinsame Stiftung mit dem Land Thüringen ins Leben rufen? Schließlich gehört der Schatz - die Hauptattraktion des zukünftigen Museums Alte Synagoge - sowieso dem Land Thüringen. Eine gegenseitige Abhängigkeit ist so oder so gegeben. Also Zusammenarbeiten!

PS: Übrigens, wer argumentiert, es kann nur eine "echte" Stiftung gegründet werden, will keine Stiftung. Denn es ist utopisch, in den den nächsten 20 Jahren das benötigte Kapital aufzubringen!

Gesperrt

Zurück zu „Museen und Theater“