Lohnt sich eine Neuplanung?

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Moderator_RHB_1
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Lohnt sich eine Neuplanung?

Beitrag von Moderator_RHB_1 » Mittwoch 11. Februar 2015, 15:16

Die jetzige Planung kostet ca. 350.000 EUR. Dieses Geld ist verloren, wenn die Brücken nicht gebaut werden. Schmalere Brücken retten die Bäume nicht. Und nur für kürzere Brücken beginnt alles (Planung und Finanzierung) von vorn! Alle Bäume werden wohl nicht so alt, wie die neuen Brücken!

falcao16
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Re: Lohnt sich eine Neuplanung?

Beitrag von falcao16 » Sonntag 22. Februar 2015, 20:07

Wenn man die Beschlüsse der Stadt befolgt hätte, bräuchte man nicht diese "Geldkeule" schwingen, dass dann das Geld verloren sei.
Woher weiß man denn so genau, dass bei schmaleren Brücken die Bäume nicht zu retten sind?
Woher weiß man denn so genau, dass die Bäume nicht so alt werden wie eine neue Brücke?

Effiboehni
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Re: Lohnt sich eine Neuplanung?

Beitrag von Effiboehni » Sonntag 22. Februar 2015, 20:23

Dass die seinerzeit angegebenen Gründe für eine breite Brücke nicht haltbar sind, verwundert zwar nicht, enttäuscht mich aber, da ich mir von einer Rot-Rot-Grünen regierten Stadt ein professionelleres Agieren gewünscht hätte.
Eine schmalere Brücke bedeutet weniger Verkehr in der Innenstadt. Und dafür lohnt sich eine Neuplanung.
Die Kosten für die Neuplanung: Ärgerlich, aber das sollte nachwirken, damit in Zukunft die Verwaltung nicht am Stadtparlament vorbei agiert.
Denn das ist wohl das Wichtigste: vorher klug agieren als vorschnell vermeintlich einfache Lösungen einleiten, die dann später teuer korrigiert werden müssen!
Nur so kann man Politikverdruss verhindern.

Redakteur_RHB_2
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Re: Lohnt sich eine Neuplanung?

Beitrag von Redakteur_RHB_2 » Dienstag 24. Februar 2015, 14:07

falcao16 hat geschrieben:Wenn man die Beschlüsse der Stadt befolgt hätte, bräuchte man nicht diese "Geldkeule" schwingen, dass dann das Geld verloren sei.
Woher weiß man denn so genau, dass bei schmaleren Brücken die Bäume nicht zu retten sind?
Woher weiß man denn so genau, dass die Bäume nicht so alt werden wie eine neue Brücke?
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Wenn die Stadtverwaltung die Beschlüsse des Stadtrates konsequent befolgt hätte, würden jetzt keine Bäume mehr an den Widerlagern stehen und die Planung würde umgesetzt.
Wenn Sie sich vorstellen, dass die Wurzeln eines Baumes einen ähnlichen Raum in Anspruch nehmen wie seine Krone, erschließt sich schnell, wie wenig Breite dann für eine Brücke verbleibt, wenn man die Wurzeln schützen will. Die neuen Brücken werden auch bis in 5 Meter Tiefe neu gegründet. Welche realistische Chance räumen Sie dann den Bäumen ein? Ein sachverständiger Baumgutachter ist sehr wohl befähigt, die Art, das Alter und die zu erwartende Lebensdauer der Bäume festzustellen. Es sind sachliche Fakten, dass die neuen Brücken ca. 80 bis 100 Jahre stehen werden, dagegen aber die voraussichtliche Lebensdauer der Bäume leider nur im Bereich von 10-50 Jahren liegt. Aber nur wenn keine Baumaßnahme stattfindet und die Bäume unangetastet bleiben.
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Redakteur_RHB_2
Beiträge: 40
Registriert: Mittwoch 18. Februar 2015, 14:11

Re: Lohnt sich eine Neuplanung?

Beitrag von Redakteur_RHB_2 » Dienstag 24. Februar 2015, 14:08

Effiboehni hat geschrieben:Dass die seinerzeit angegebenen Gründe für eine breite Brücke nicht haltbar sind, verwundert zwar nicht, enttäuscht mich aber, da ich mir von einer Rot-Rot-Grünen regierten Stadt ein professionelleres Agieren gewünscht hätte.
Eine schmalere Brücke bedeutet weniger Verkehr in der Innenstadt. Und dafür lohnt sich eine Neuplanung.
Die Kosten für die Neuplanung: Ärgerlich, aber das sollte nachwirken, damit in Zukunft die Verwaltung nicht am Stadtparlament vorbei agiert.
Denn das ist wohl das Wichtigste: vorher klug agieren als vorschnell vermeintlich einfache Lösungen einleiten, die dann später teuer korrigiert werden müssen!
Nur so kann man Politikverdruss verhindern.
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Wir haben nicht nur in diesem Forum die Gründe für eine breite Brücke aufgezeigt und wiederholen es hier gern: Oberste Priorität haben die Fußgänger und Radfahrer, denen ein komfortabler Aufenthaltsraum angeboten werden soll. Nur mit großen Verkehrsraumbreiten lassen sich alle anderen gewollten oder ungewollten Verkehre dazu addieren. Bei großen Themenfesten und Veranstaltungen bieten nur entsprechend breite Brücken einen sicheren Raum für Fußgänger, Verkaufstände und Rettungsfahrzeuge!
Warum die fachlich und funktional fundierten Gründe für die jetzt geplante Brückenbreite von 10,80 m nicht mehr haltbar sein sollen, ist uns nicht verständlich.
Ihre These, dass "eine schmalere Brücke weniger Verkehr bedeutet" ist einfach unrealistisch. Je nachdem, welche Quelle-Ziel-Beziehungen im Quartier Rathausbrücke liegen, wird Verkehr dort immer stattfinden. Dass der Verkehr trotz erheblicher Einschränkung nicht abnimmt, sehen Sie direkt an der Einengung im Bereich der östlichen Rathausbrücke.
Der Verkehr, der nach dem Umbau dort noch fließen wird, ist der Anlieger- und Lieferverkehr. Dieser wird auch bei einer schmalen Brücke genauso sein, da die Bewohner immer versuchen werden, auf dem Bewohnerparkplatz "Rathaus" einen Platz zu finden und Lieferfahrzeuge das Gebiet bedienen müssen.
Der Parksuchverkehr wird sich durch die Wegnahme des Parkstreifens deutlich verringern.
Es ist sachlich falsch und nicht zutreffend, wenn Sie der Verwaltung vorwerfen, am Stadtrat vorbei zu agieren. Alle Beschlüsse mit allen Vorberatungen in den Ausschüssen hat der Stadtrat getroffen. Die Stadtverwaltung setzt diese Beschlüsse nur um.
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Cotta
Beiträge: 4
Registriert: Freitag 13. März 2015, 00:22

Re: Lohnt sich eine Neuplanung?

Beitrag von Cotta » Freitag 13. März 2015, 00:55

Eine Neuplanung lohnt sich auf jeden Fall, denn so können mindestens zwei der brückennahen Bäume aller Voraussicht nach erhalten werden. In der Innenstadt gibt es nicht mehr viele dieser großen und alten Bäume. Der ökologische Wert ist immens. Neue Bäume benötigen wiederum Jahrzehnte, um dieses Potential zu erreichen.
Die im Baumgutachten angegebenen Werte zum weiteren Leben der Bäume sind lediglich Schätzungen. Bergahorne sind sehr robust. Es besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass dieser Baum noch wesentlich länger als 50 Jahre dort steht. Auch mit einer Baumaßnahme. Hier müssen dann eben besondere Schutzmaßnahmen während des Baus getroffen werden.
Die Bäume stehen bereits seit Jahr und Tag dort und haben sich mit dem Wurzelsystem und der Bebauung ringsum arrangiert. Über diese "Steingrenzen" hinweg verlaufen die Wurzeln nicht.
Es hat bisher noch nicht einmal eine Wurzelsuchschachtung stattgefunden, die hätte klären können, wo genau die Wurzeln verlaufen.
Eine etwas schmalere Brückenvariante kann zumindest - bei allem guten Willen (den die Verwaltung dann aber auch wirklich aufbringen muss) - die Bäume zwischen Rathaus- und Krämerbrücke erhalten.

Bei einem Kompromiss - und darauf muss es mindestens hinauslaufen - kann man dann über den ein oder anderen Baum auf der Halbinsel bzgl. der Fällung reden. Zumal einige dieser Bäume bereits vorgeschädigt und schlecht entwickelt sind.

Die Verwaltung hat hier leider versäumt, die Baumerhaltung von vornherein zu berücksichtigen.

Max Muster
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Re: Lohnt sich eine Neuplanung?

Beitrag von Max Muster » Freitag 13. März 2015, 10:00

Also erst mal langsam, ich finde man kann eine Neuplanung der Brücke nicht als unnötig bezeichnen, wenn vorher kaum Kommunikation mit den Bürgern über diese Thema stattgefunden hat...
Für mich ist defenitiv klar das sich eine Neuplanung lohnt da es nicht nur um ein paar Bäume geht, sondern eben auch um die visuellen Aspekte und nicht zu vergessen: das „Kleinklima“ der Krämerbrücke.
Um auf den finanziellen Aspekt noch mal zurück zu kommen, ich weiß das der Geldtopf für den Stadionbau, oder unserer wichtigen „Multi-Funktions-Arena“ und das Geld für die Neuplanung der Brücke andere sind. Auch weiß ich, dass beim Stadionbau viele Fördergelder der EU und Beteiligung von FC-RWE einfließen, finde aber trotzdem, wenn die Stadt Erfurt Geld hat, für sowas Geld auszugeben und Fördermittel zu nutzen, dann hat sie auch das Geld für eine Neuplanung der Rathausbrücke. Diese ist meines Erachtens auch wesentlich wichtiger für Anwohner und Touristen als eine Multifunktionsarena, wo noch nicht mal klar ist, ob Erfurt die Fördergelder evt. zurück zahlen muss, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass ein bestimmter Prozentsatz der Einnahmen, von Touristen kommt.

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