Stadteilbibliothek Herrenberg

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ModeratorBBH1
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Stadteilbibliothek Herrenberg

Beitrag von ModeratorBBH1 » Montag 7. September 2009, 11:54

Vorschlag eingegangen per E-Mail am 30.08.2009, eingefügt von Moderator1

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen des Bürgerbeteiligungshaushaltes möchte ich mich zum Thema "Stadtteilbibliothek Herrenberg" zu Wort melden.
Nach den jüngsten Wasserschäden und den entsprechenden baulichen Mängeln ist der Standort dieser wichtigen Einrichtung mehr denn je in Gefahr bzw. eine neue Standortsuche unumgänglich. Hiermit setze ich mich für den Erhalt dieser Stadtteilbibliothek bzw. für eine Verbesserung des Standortes ein.

Vor einigen Jahren habe ich die Bibliothek am Herrenberg in mehrfacher Hinsicht kennen- und schätzen gelernt: als Vater von drei Kindern, der ein reichhaltiges Angebot aller Medienarten für alle Kinder-Altersklassen und nicht zuletzt für sich selbst vorgefunden hat und als Lehrer, der mit seinen Schülern sehr gerne die angebotenen Veranstaltungen besucht und die sorgsam zusammengestellten Medienboxen nutzt.
In dieser Hinsicht erfüllen gerade die Stadtteilbibliotheken eine imminent wichtige soziale und kulturelle Funktion - unabhängig von Ausleihezahlen.
Im Südosten der Stadt wohnen unterschiedliche Gesellschaftsgruppen, vor allem aber viele Kinder/Jugendliche und ältere Menschen, die sich vorwiegend in ihrem Subzentrum versorgen (müssen). Dies gilt nicht nur für Lebensmittel und Gesundheitsdienste, sondern eben auch für soziale und kulturelle Einrichtungen. Eine Stadt sollte diese Versorgung weiterhin auch in Form von Stadtteilbibliotheken sicherstellen - und zwar angebots- und nicht nachfrageorientiert. Durch die Angebote der Bibliothek werden gerade bei Kindern und Jugendlichen Bedürfnisse oft erst geweckt. Daher halte ich es für wichtig, dass in diesem Stadtteil ein kostenloser Zugang zu Informations- und Unterhaltungsmedien besteht, der zudem Bedürfnisse nach Beratung, Austausch und Ruhe einschließt. Im Sinne des "Lesen-Lernens" und "Lesen-Wollens" erfüllen die Stadtteilbibliotheken in Stadtteilen mit vielen bildungsfernen Schichten einen bedeutenden Bildungsauftrag. Sie bereichern und ergänzen mit ihren Angeboten das, was in den umliegenden Kindergärten und Schulen angeregt und erarbeitet wird. Und sie bieten den Kindern und ihren Eltern auch über die Schule hinaus die Möglichkeit, sich mit Sachthemen oder spannenden Geschichten weiter zu beschäftigen: eine wichtige Alternative angesichts zunehmendem Fernseh- und Computerspielkonsums!

Durch die Neuordnung der Subzentren des Südostens ist der Standort Tungerstraße an den Rand gedrängt worden und der Zugang (Anhöhe) für manche Gruppen (ältere Menschen, Rollstuhlfahrer) erschwert. Die angesprochenen baulichen Missstände machen die Suche nach einem neuen Standort nun noch dringlicher. Ein Standort in der Nähe des Melchendorfer Marktes würde die Erreichbarkeit und Präsenz der Bibliothek stark verbessern. Die Attraktivität besteht dabei vor allem in der räumlichen Nähe zu anderen Einrichtungen des täglichen Bedarfs. Die direkte Anbindung an eine Straßenbahn erleichtert darüber hinaus die Erschließung für Einwohner sowie für Schulen und Kindergärten der weiteren Umgebung (Wiesenhügel, Buchenberg, Windischholzhausen).
Neue, vielleicht größere und hellere Räumlichkeiten eröffnen die Chance, die Bibliothek als einen Ort der Begegnung weiter auszubauen, etwa mit einem Lesecafé auszustatten und Platz für Ausstellungen von Kindern/Anwohnern bereit zu halten. Hier gibt es bestimmt viele Visionen, ganz bestimmt aber gibt es viele gute Beispiele auch aus anderen Städten und Ländern (z.B. den Niederlanden).

Nicht zuletzt möchte ich in diesem Rahmen das Engagement der Mitarbeiter der Stadtbibliothek am Herrenberg hervorheben, welches eine Fortsetzung zu besseren Rahmenbedingungen verdient hat!

Mit freundlichen Grüßen

Enrico
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Re: Stadteilbibliothek Herrenberg

Beitrag von Enrico » Freitag 11. September 2009, 14:21

Guten Tag,

ich wollte mich zur E-Mail vom 30.08.2009 äußern. Ich bin dafür die Stadtteilbibliotheken Berliner Platz und Tungerstraße abzuschaffen und dafür die eingesparten Gelder für den Schuldenabbau bzw. unterlassen des weiteren Schuldenaufbaus. Kinder und Jugendliche können sich am besten an der Uni-, FH- oder Domplatzbibliothek Bücher etc. ausleihen. Dagegen in späteren Zeiten die Schulden der Stadt wesentlich Zinsbelastungen zur Folge haben, was wiederum schlechtere Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche in der Zukunft bedeutet.

Mit freundlichen Grüßen

Mitbürger Enrico Gorges

UZi
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Re: Stadteilbibliothek Herrenberg

Beitrag von UZi » Samstag 12. September 2009, 21:27

Ich denke, dass Stadtteilbibliotheken unerlässlich sind. Evtl. sollte man mal überlegen, ob das Angebot dort nicht verkleinert werden könnte (um bei einem neuen Standort Mietkosten einsparen zu können). Schließlich kann über das Internet nahezu jedes Medium in jede beliebige Stadtteilbibliothek geordert werden, sodass dort dann ein wirklich nachgefragtes Angebot besteht.

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