Neue Brücken - neue Bäume ?

Das Forum zum Neubau der Rathausbrücken war bis zum 13. März 2015 12:00 geöffnet.
GrünistLeben
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Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von GrünistLeben » Samstag 21. Februar 2015, 11:10

Die Stadt Erfurt hat ein sicheres Händchern dafür,die ( noch ) in der Innenstadt befindlichen Bäume zu dezimieren.Das Argument,dass Ersatzpflanzungen
geleistet würden,zieht da nur bedingt.Junge Bäume werden im besten Fall in Stadtrandlagen neu gepflanzt,nicht aber in der Innenstadt,wo der Baumbestand immer weiter reduziert wird.So auch an der Rathausbrücke : Der Zusammenhang des Neubaus der Rathausbrücke mit der Fällung des auf dem Inselchen befindlichen Baumbestandes ist mir nicht ganz klar.Es sei denn,man möchte eine freie Sichtachse von der Schlösserbrücke auf die auf der Rathausbrücke parkenden Autos schaffen.Oder von der Schlösserbrücke die Aussicht auf den dort statt findenden Parkplatztourismus auf dem immer noch offenen Parkplatz hinter dem Rathaus ermöglichen.Dass die Rathausbrücke eine wichtigen Zufahrt in den Bereich um den Fischmarkt darstellt,steht ausser Frage,u.ist auch in seiner Bedeutung als Zufahrt für die Feuerwehr m.E.unerlässlich.Aber dort parkende PKW u.der damit verbundene Individualverkehr ? Wohl eher nicht.

Redakteur_RHB_2
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Redakteur_RHB_2 » Dienstag 24. Februar 2015, 14:10

GrünistLeben hat geschrieben:Die Stadt Erfurt hat ein sicheres Händchern dafür,die ( noch ) in der Innenstadt befindlichen Bäume zu dezimieren.Das Argument,dass Ersatzpflanzungen
geleistet würden,zieht da nur bedingt.Junge Bäume werden im besten Fall in Stadtrandlagen neu gepflanzt,nicht aber in der Innenstadt,wo der Baumbestand immer weiter reduziert wird.So auch an der Rathausbrücke : Der Zusammenhang des Neubaus der Rathausbrücke mit der Fällung des auf dem Inselchen befindlichen Baumbestandes ist mir nicht ganz klar.Es sei denn,man möchte eine freie Sichtachse von der Schlösserbrücke auf die auf der Rathausbrücke parkenden Autos schaffen.Oder von der Schlösserbrücke die Aussicht auf den dort statt findenden Parkplatztourismus auf dem immer noch offenen Parkplatz hinter dem Rathaus ermöglichen.Dass die Rathausbrücke eine wichtigen Zufahrt in den Bereich um den Fischmarkt darstellt,steht ausser Frage,u.ist auch in seiner Bedeutung als Zufahrt für die Feuerwehr m.E.unerlässlich.Aber dort parkende PKW u.der damit verbundene Individualverkehr ? Wohl eher nicht.
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Die 4 Großbäume sind durch die Nähe zu den alten und maroden Widerlagern nicht zu erhalten. Es sei denn, die angesprochene Variante, die Widerlager zu belassen und neue davor zu setzen, funktioniert. Dann könnten die 4 großen Bäume mit großer Wahrscheinlichkeit gerettet werden.
Der restliche Baumbestand muss beseitigt werden, sobald die Insel für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Denn eine sichere Begehbarkeit kann nur gewährleistet werden, wenn die Uferböschungen abgeflacht und die marode Ufermauer rückgebaut wird. Dazu müssen alle Bäume auf der Südinsel gefällt werden. Es sind aktuell 4 größere Bäume als Ersatzpflanzungen auf der Südinsel vorgesehen.
Sollten sich die Erfurter Bürger in der Wohnungs- und Haushaltserhebung gegen eine Öffnung der Südinsel aussprechen, bleibt die Insel durch ein durchgezogenes Geländer abgetrennt und in ihrer jetzigen Form erhalten. Die 5 widerlagerfernen Bäume können erhalten werden.
Mit einer in der Presse vielfach veröffentlichten "Sichtachse" hat dies rein gar nichts zu tun.
Wie bereits in vielen anderen Kommentaren beantwortet, wird der Parkstreifen ersatzlos gestrichen. Es war nie Teil der Planung, den Parkstreifen auf den Rathausbrücken auch nach dem Umbau zu erhalten.
Dass damit auch der Parksuchverkehr verringert wird, ist eines der damit verbundenen Ziele.
Ihrer Anmerkung, dass der Rathausparkplatz nach wie vor geöffnet ist, müssen wir widersprechen. Seit dem 08.03.2013 ist genau dieser Parkplatz ausschließlich für Bewohner reserviert und der Öffentlichkeit entzogen worden.
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FrauAnne
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von FrauAnne » Sonntag 1. März 2015, 21:34

Ich schließe mich GrünistLeben insofern an, daß ich Erfurt gerne als grüne Stadt sähe. Und da fände ich es in dem Fall gut, daß besonders achtsam mit dem Thema Grün wegzunehmen umgegangen würde. Daß es sozusagen unabdingbar zum Konzept der Stadtplanung gehört - auf einem der vordersten Plätze. Darum bin ich für eine Neuplanung, auch wenn sie Geld kostet und den Neubau noch einmal verschiebt.
Zum einen kann ich mir vorstellen, daß eine Geldsammlung unter den Erfurtern stattfinden könnte zur Unterstützung der Kosten. Gäbe jeder 10. nur 5€ - da hätten wir schon 100'000€. :)
Zum anderen ist es doch eine klare Sache der Prioritäten. Welche Werte sind uns als Stadt / Bürger wichtig? Was wünschen wir uns für Erfurt? Was macht unsere Stadt für uns l(i)ebenswert??? Auch eine wichtige Frage finde ich - wird denn die Stadt ihrer Wirkung nach außen überhaupt gerecht indem was sie tut? Thema Erfurt blüht auf = mehr Grün in die Stadt; Landeshauptstadt von Thüringen, dem grünen Herz Deutschlands; Landesgartenschau; Bürgerfreundlichkeit - unbestritten und zuhauf nachgewiesen bessert lebendes Grün ja das Klima in der Stadt auf, wettertechnisch als auch sozial.
Soviele gute Gründe, es "anders" zu machen!! Neue Wege braucht die Stadtentwicklung!

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

Erfurt-Brückenstadt
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Erfurt-Brückenstadt » Sonntag 1. März 2015, 22:38

FrauAnne hat geschrieben:Ich schließe mich GrünistLeben insofern an, daß ich Erfurt gerne als grüne Stadt sähe. Und da fände ich es in dem Fall gut, daß besonders achtsam mit dem Thema Grün wegzunehmen umgegangen würde. Daß es sozusagen unabdingbar zum Konzept der Stadtplanung gehört - auf einem der vordersten Plätze. Darum bin ich für eine Neuplanung, auch wenn sie Geld kostet und den Neubau noch einmal verschiebt.
Zum einen kann ich mir vorstellen, daß eine Geldsammlung unter den Erfurtern stattfinden könnte zur Unterstützung der Kosten. Gäbe jeder 10. nur 5€ - da hätten wir schon 100'000€. :)
Zum anderen ist es doch eine klare Sache der Prioritäten. Welche Werte sind uns als Stadt / Bürger wichtig? Was wünschen wir uns für Erfurt? Was macht unsere Stadt für uns l(i)ebenswert??? Auch eine wichtige Frage finde ich - wird denn die Stadt ihrer Wirkung nach außen überhaupt gerecht indem was sie tut? Thema Erfurt blüht auf = mehr Grün in die Stadt; Landeshauptstadt von Thüringen, dem grünen Herz Deutschlands; Landesgartenschau; Bürgerfreundlichkeit - unbestritten und zuhauf nachgewiesen bessert lebendes Grün ja das Klima in der Stadt auf, wettertechnisch als auch sozial.
Soviele gute Gründe, es "anders" zu machen!! Neue Wege braucht die Stadtentwicklung!

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
Ihre Meinung ist im Grunde genommen gut und richtig. Aber, eine Entscheidung für eine Baumfällung im Rahmen eines konkreten Bauvorhabens ist nicht gleichbedeutend mit der Aufgabe sämtlicher stadtgestalterischer Grundsätze. Beides ist doch möglich, Bäume und Grünanlagen soweit wie möglich erhalten und wenn möglich ausbauen, aber dennoch im Einzelfall die schwere Entscheidung für eine Baumfällung zu treffen.
Leider ist Ihre Meinung symptomatisch für ein allgemeines Stimmungsbild (nicht böse gemeint!). Der "Normalbürger" hat nicht die Zeit oder Lust, sich in eine meist komplexe Materie eines innerstädtichen Bauvorhabens einzuarbeiten. Dann wird mit plakativen Aussagen, wie die der BI, eine Zustimmung eingefangen, die so aber zu kurz gedacht ist. Jeder wird eine Aussage unterschreiben, dass alle Stadtbäume zu retten seien. Diese Meinung, oftmals ohne Hintergrundwissen kundgetan, als Bürgerwillen per se zu verkaufen ist unredlich.
Und seien wir doch mal ehrlich, die meisten Bürger würden einen Baum wie die an der Rathausbrücke ohne mit der Wimper zu zucken für einen Baumarktcarport am EFH wegsägen, Hauptsache der 10 TEUR-Dacia steht schön trocken. Hier reden wir aber von einem Bauvorhaben, dass mind. 80-100 Jahre Bestand haben wird und dessen Umplanung mind. 170 TEUR zusätzlich kosten wird. Von einer Verschiebung der dringenden Eneuerung der maroden Brücken gar nicht zu reden.

Redakteur_RHB_2
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Redakteur_RHB_2 » Montag 2. März 2015, 08:53

FrauAnne hat geschrieben:Ich schließe mich GrünistLeben insofern an, daß ich Erfurt gerne als grüne Stadt sähe. Und da fände ich es in dem Fall gut, daß besonders achtsam mit dem Thema Grün wegzunehmen umgegangen würde. Daß es sozusagen unabdingbar zum Konzept der Stadtplanung gehört - auf einem der vordersten Plätze. Darum bin ich für eine Neuplanung, auch wenn sie Geld kostet und den Neubau noch einmal verschiebt.
Zum einen kann ich mir vorstellen, daß eine Geldsammlung unter den Erfurtern stattfinden könnte zur Unterstützung der Kosten. Gäbe jeder 10. nur 5€ - da hätten wir schon 100'000€. :)
Zum anderen ist es doch eine klare Sache der Prioritäten. Welche Werte sind uns als Stadt / Bürger wichtig? Was wünschen wir uns für Erfurt? Was macht unsere Stadt für uns l(i)ebenswert??? Auch eine wichtige Frage finde ich - wird denn die Stadt ihrer Wirkung nach außen überhaupt gerecht indem was sie tut? Thema Erfurt blüht auf = mehr Grün in die Stadt; Landeshauptstadt von Thüringen, dem grünen Herz Deutschlands; Landesgartenschau; Bürgerfreundlichkeit - unbestritten und zuhauf nachgewiesen bessert lebendes Grün ja das Klima in der Stadt auf, wettertechnisch als auch sozial.
Soviele gute Gründe, es "anders" zu machen!! Neue Wege braucht die Stadtentwicklung!

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
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Sehr geehrte FrauAnne,

innerstädtisches grün, sowohl bestehendes als auch neues steht immer ganz weit oben auf der Liste. Bei Planungen gibt es dafür sogar ein eigenes Leistungsbild nach HOAI. Dies wurde auch hier beachtet. Auch die Umgestaltung der Insel ist eine Form von Grüngestaltung, aber nicht kurz gedacht sondern nachhaltig für die nächsten 100 Jahre mit 4 neuen Bäumen und naturnah gestaltetem Ufer.
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Raza01
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Raza01 » Samstag 7. März 2015, 08:55

Ich verfolge die Diskussionen um den Erhalt der Bäume bei der Rathausbrücke und die Neugestaltung dieser Brücke seit einiger Zeit. Bemerkenswert ist dabei nicht nur der intensive Austausch von Argumenten, der ja prinzipiell zu begrüßen ist, sondern auch die große Emotionalität der Diskussion, die oft die eigentlichen Diskussionspunkte in den Hintergrund treten lässt oder gar verdeckt.


DaRe DaViL

Ralf Müller
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Ralf Müller » Samstag 7. März 2015, 15:46

@Raza01

Sie haben recht. Die Emotionalität ist groß. Ich denke das ist aber auch verständlich: Bäume sind für viele Menschen ein überaus emotionales Thema. Trotz, oder auch auf Grund, des Fakts, dass Bäume sich ständig verändern - sie sind im Sommer grün, sie verlieren im Herbst ihre Blätter, treiben wieder aus, wachsen - stellen sie für viele einen Ankerpunkt in ihrem Leben dar. Man kann mit einem Baum aufwachsen. Man kann sein Leben mit ihm verbringen. Ein Baum kann problemlos schon da gewesen sein bevor eine Person geboren wurde und nach ihrem Tod noch immer an seinem Platz stehen. Gerade in der Stadt - in der logischerweise Steine und Beton dominieren - sind Bäume eine Möglichkeit ein kleines bisschen Kontakt zur Natur zu halten. Das ist eine gute Grundlage für Emotionalität.

Der andere Grund für die emotionale Reaktion von Bürgern ist schlicht die Tatsache, dass sie natürlich auf fachlicher Ebene in keiner Weise mit den von offizieller Seite bestellten Planern konkurrieren können. Wie denn? Wer ist schon Brückenbauingenier, Stadtplaner, Sachverständiger für die Sicherheit von Großveranstaltungen ... da bleibt nicht viel mehr, als seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Emotion.

Ich verstehe auch die Verwaltung. Man beschäftigt sich dort - laut der online gestellten Chronik - seit mehr als einem Jahrzehnt mit dem Thema Rathausbrücke. Man ist professionell mit diesem Thema beschäftigt. Wenn man sich mit einem Thema professionell beschäftigt, ist es eine schlichte Notwendigkeit eine gewisse emotionale Distanz zum Objekt seiner Arbeit aufzubauen. Ein Arzt wäre ein nervliches Wrack, würde er mit jedem Patienten, dem er eine etwas weniger positive Diagnose mitteilen muss, mitleiden. Und so ist es vermutlich auch mit einem Stadtplaner - Bäume sind gut, Bäume sind wichtig, aber an irgendeiner Stelle ist ein Baum auch einfach ein kleiner Kreis auf einem komplexen Plan. Und wenn er im Bestand an einer Stelle steht, an der er stört - dann schiebt man diesen Kreis zwei Zentimeter zur Seite und das Problem ist gelöst. Professionell. Verständlich.

In der Realität stehen diese zwei Zentimeter für das Ende der Existenz eines 70 Jahre alten Bergahorn - im besten Alter: laut Wikipedia werden diese Bäume 500 Jahre alt. Ich weiss nicht woher die Zahlen mit der maximalen Restlebensdauer von 30 Jahren kommen, die hier kommuniziert werden - aber es wäre schön zu erfahren, wie man darauf gekommen ist.

... to be continued ...

Ralf Müller
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Ralf Müller » Samstag 7. März 2015, 16:04

... und weiter gehts ...

In einem komplexen Projekt muss man dutzende von konkurrierende Forderungen unter einen Hut bekommen. Und logischerweise muss man an vielen Stellen Abstriche machen. Nach vielen Jahren denkt man all das geschafft zu haben. Und dann kommen Laien vorbei und priorisieren um. Das nervt. Und dann werden auch noch die Entscheidungsträger wankelmütig und lassen sich von den Laien beeinflussen. Das muss deprimierend sein. 10 Jahre Arbeit, nach bestem Wissen und Gewissen und dann das. Und dann auch noch Bürgerbeteiligung - man hat doch alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Öffentlicher Wettbewerb, zur Schaustellung der Konzepte, Drucksachen an den vorgeschriebenen Stellen veröffentlicht. Was denn noch - oh toll: Topthema auf der Stadtseite, ein Forum ... ein Nutzer hier formulierte "es war doch beschlossen und verkündet" ... und jetzt Diskussion mit Laien, die ohne das geringste Grundverständnis agieren. Agieren müssen!

Man kann von Laien nicht erwarten, das sie ein paar Semester Verwaltungsrecht belegen, sich durch ein paar hundert Seiten Verwaltungsdeutsch arbeiten, um die städtischen Verfahren und Gepflogenheiten zu durchschauen und dann auf gleicher Ebene mit der Stadtverwaltung agieren. Es hat keinen Sinn etwas, wie dieses Forum, öffentlich zu schalten und dann zu "verkünden". So ein Forum ist ein Mittel um einen Dialog zu führen. Dann muss man sich aber eben auch in die fachlichen Niederungen der Laien hinunter begeben. Zum "Verkünden" reicht die Webseite der Stadt.

Wie ist es denn nun? Wenn man ein paar Randbedingungen verändert - wenn man beispielsweise keine Bühnen auf der Rathausbrücke platziert oder bei Veranstaltungen auf ein oder zwei Buden verzichtet - ist es dann wirklich unmöglich mit einer schmaleren Brücke die angesprochenen Sicherheitsanforderungen zu erfüllen? Welche konkreten Sicherheitsanforderungen müssen überhaupt erfüllt werden? Für mich ist das - so muss ich es leider sagen - nur eine große abstrakte Keule, mit der hier um sich geschlagen wird. Ein Totschlagargument. Ein paar mehr Details wären hier hilfreich.

Und was bitte ist so absurd an der von der Bürgerinitiative vorgeschlagenen Gründungsvariante für die Brücken? Die stammt von einem Ingenieur aus diesem Fach. Auch da nur "... schon ein Student im ersten Semester ...", "unmöglich", "undenkbar" - eine konstruktive Diskussion sieht anders aus.

Der Bürgerinitiative wird Kompromisslosigkeit unterstellt. Ich kenne ein paar der Beteiligten. Das sind ganz normale Bürger mit einem Anliegen. Die suchen aktiv das Gespräch. Und neben dem Fakt, dass ich mit ihnen sympathisiere vertreten sie offenbar die Meinung eines nennenswerten Anteils der Erfurter. Um auf einen Kompromiss eingehen zu können müsste doch aber wohl erst mal eine mögliche Alternative aufgezeigt werden - richtig? Ein Kompromiss ist eine Lösung mit der beide Seiten unzufrieden sind - müsste sich dann nicht auch die Verwaltung ein wenig aus der Wohlfühlzone heraus bewegen?

PS: Technischer Tip am Rande: Diesen Artikel nicht komplett quoten - er ist zu lang und er steht ja nun ohnehin schon vollständig im Forum. Eine weitere Kopie ist unnötig. Bitte bei Antworten irrelevante Teile entfernen und die eigene Antwort unter dem Teil platzieren auf den man sich bezieht. Danke.

Christine Beckert
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Christine Beckert » Samstag 7. März 2015, 17:21

Redakteur_RHB_2 hat geschrieben: innerstädtisches grün, sowohl bestehendes als auch neues steht immer ganz weit oben auf der Liste. Bei Planungen gibt es dafür sogar ein eigenes Leistungsbild nach HOAI. Dies wurde auch hier beachtet. Auch die Umgestaltung der Insel ist eine Form von Grüngestaltung, aber nicht kurz gedacht sondern nachhaltig für die nächsten 100 Jahre mit 4 neuen Bäumen und naturnah gestaltetem Ufer.
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Dass die HOAI bei diesem Bauprojekt beachtet wurde, stellt sicherlich niemand hier in Frage. Das Ergebnis der Freiraumplanung aber schon. Sie ist, aus Sicht der Bürgerinitiative zumindest, nicht bis zum Ende durchdacht. Mit "Ende" ist nicht der Abschluß der Baumaßnahme gemeint, sondern die Zeit bis zur nächsten Brücke - sprich die nächsten 100 Jahre.

Um ein stabiles Ufer zu bekommen, muß es großflächig mit Schotter gesichert werden. Die Rede kann nicht von runden Flußkieseln sein, diese würden sich zu leicht gegeneinander verschieben, sondern von Bruchsteinen, also Schotter. Dies als "naturnah" zu bezeichnen, trifft die Sache wohl nicht ganz. Ein grünes Ufer, wie es auf den Visualisierungen der Stadt zu sehen ist, wird hier definitiv nicht entstehen!

Warum 4 neue Bäume an dieser Stelle "nachhaltig"sein sollen, nachdem man alle bisherigen gerodet hat, erschließt sich mir auch nicht. Wenn die Insel nicht begehbar wird, können die bisherigen Bäume stehen bleiben. Wenn einer von diesen gefällt werden muß, weil er krank oder umsturzgefährdet ist, wird dafür ein neuer Baum gepflanzt. Es findet also im Bedarfsfall eine allmähliche Ersetzung der bisherigen Bäume statt. DAS wäre wirklich nachhaltig! - zumindest nach meinem Verständnis.

Als "grünen, begehbaren und naturnahen Freibereich mit besonderer Aufenthaltsqualität" will uns die Stadtverwaltung die neue Insel verkaufen. Ein Blick auf die Nordseite der Krämerbrücke zeigt aber jedem aufmerksamen Beobachter, was für die Insel im Falle einer Begehbarkeit wirklich zu erwarten ist: Schon nach kurzer Nutzungszeit, wird die Wiese soweit verdichtet sein, dass sie durch eine robuste Oberfläche (Pflaster o.ä.) ersetzt werden muß. Das eine begehbare Insel wesentlich mehr Aufwand für die Pflege erfordert (z.B. Reinigung von Hundekot und Müll) und perspektivisch damit höhere Kosten anfallen, ist wohl auch jedem klar, der ein Blick für die Realitäten hat. Wie hoch diese Kosten sein werden, hat die Stadt, soweit ich weiß, übrigens bisher nirgends veröffentlicht. Wäre ja auch mal eine interessante Zahl.

PRO-Brücken
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von PRO-Brücken » Samstag 7. März 2015, 18:05

Ralf Müller hat geschrieben:... und weiter gehts ...


Wie ist es denn nun? Wenn man ein paar Randbedingungen verändert - wenn man beispielsweise keine Bühnen auf der Rathausbrücke platziert oder bei Veranstaltungen auf ein oder zwei Buden verzichtet - ist es dann wirklich unmöglich mit einer schmaleren Brücke die angesprochenen Sicherheitsanforderungen zu erfüllen? Welche konkreten Sicherheitsanforderungen müssen überhaupt erfüllt werden? Für mich ist das - so muss ich es leider sagen - nur eine große abstrakte Keule, mit der hier um sich geschlagen wird. Ein Totschlagargument. Ein paar mehr Details wären hier hilfreich.
Langsam müsste es sich doch rumgesprochen haben, dass die Brückenbreite schlichtweg nichts mit dem Erhalt der 4 großen Bäume zu tun hat. Wenn Sie Leute von der BI kennen, fragen Sie doch mal nach. In dem Radiointerview hat es Herr Schmidtmann jedenfalls so klar gestellt.

Christine Beckert
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Christine Beckert » Samstag 7. März 2015, 18:09

Erfurt-Brückenstadt hat geschrieben:Ihre Meinung ist im Grunde genommen gut und richtig. Aber, eine Entscheidung für eine Baumfällung im Rahmen eines konkreten Bauvorhabens ist nicht gleichbedeutend mit der Aufgabe sämtlicher stadtgestalterischer Grundsätze.
Eine Diskussion über eben jene "stadtgestalterischen Grundsätze" scheint mir in Erfurt zum Thema Rathausbrücke (und anderen Bauvorhaben) überfällig. Die Frage "Welchen Bedürfnisses soll die Rathausbrücke eigentlich gerecht werden, ist doch die eigentliche Frage, um die es hier geht." Wenn sich hier Menschen äußern und sagen, "Bäume in der Stadt sind uns wichtig. Erhaltet sie.", dann wird das als gefühlsduselig vom Tisch gewischt. Was sollen das für "Grundsätze" sein, wenn sie dem Empfinden vieler Menschen entgegen laufen? Hat denn die Stadt aus den Protesten zum "Hirschgarten", zu den Kastanien im "Klein Venedig" oder der Diskussion um die Angerbäume nichts gelernt?
Erfurt-Brückenstadt hat geschrieben:Beides ist doch möglich, Bäume und Grünanlagen soweit wie möglich erhalten und wenn möglich ausbauen, aber dennoch im Einzelfall die schwere Entscheidung für eine Baumfällung zu treffen.
Die Innenstadt hatte in der letzte Zeit so viele "Einzelfälle" zu verzeichnen, dass sich mancher Erfurter fragt, ob vielleicht genau das "stadtgestalterischer Grundsatz" in dieser Stadt ist. Bei der Rathausbrücke IST beides möglich - Bauwerk und Baumerhalt! Das hat die Verwaltung zunächst abgestritten. "Geht nicht!" hieß es. Dem Engagement einiger Bürger ist die Erkenntnis zu verdanken, dass es doch geht.
Erfurt-Brückenstadt hat geschrieben: Und seien wir doch mal ehrlich, die meisten Bürger würden einen Baum wie die an der Rathausbrücke ohne mit der Wimper zu zucken für einen Baumarktcarport am EFH wegsägen, Hauptsache der 10 TEUR-Dacia steht schön trocken. Hier reden wir aber von einem Bauvorhaben, dass mind. 80-100 Jahre Bestand haben wird und dessen Umplanung mind. 170 TEUR zusätzlich kosten wird.
Ein Bauwerk, was die nächsten 100 Jahre an einer der sensibelsten Stellen in der Innenstadt steht. - GENAU!!! aus diesem Grund, wollen wir nicht irgendeine Brücke, sondern eine für diesen Standort möglichst optimale Brücke.
Erfurt-Brückenstadt hat geschrieben:Von einer Verschiebung der dringenden Eneuerung der maroden Brücken gar nicht zu reden.
... dachte sich die Stadt und legte die Planung nach dem Wettbewerb erst mal für einige Jährchen in die Schublade.

Erfurt-Brückenstadt
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Erfurt-Brückenstadt » Sonntag 8. März 2015, 12:51

Eine Diskussion über eben jene "stadtgestalterischen Grundsätze" scheint mir in Erfurt zum Thema Rathausbrücke (und anderen Bauvorhaben) überfällig. Die Frage "Welchen Bedürfnisses soll die Rathausbrücke eigentlich gerecht werden, ist doch die eigentliche Frage, um die es hier geht." Wenn sich hier Menschen äußern und sagen, "Bäume in der Stadt sind uns wichtig. Erhaltet sie.", dann wird das als gefühlsduselig vom Tisch gewischt. Was sollen das für "Grundsätze" sein, wenn sie dem Empfinden vieler Menschen entgegen laufen? Hat denn die Stadt aus den Protesten zum "Hirschgarten", zu den Kastanien im "Klein Venedig" oder der Diskussion um die Angerbäume nichts gelernt?
Das Problem von Ihnen und der BI ist die ausschließliche Emotionalität in der Diskussion. Niemand wischt einen Hinweis als gefühsduselig weg, aber es wurden angefangen über das Sicherheitskonzept, das Begengungszonenkonzept bis hin zur Attraktivität des innerstädtischen Raums für Veranstaltungen genug Argumente geliefert. Leider ist ihr Arguement auch weiterhin "nur" Emotionalität. Wie soll da eine lösungsorientierte Diskussion entstehen. Ich kann mir vorstellen, dass als Kompromiss die südl. Insel so bleibt wie sie ist und der Raum zwischen Rathausbrücke und Krämerbrücke mit 2 neuen Bäumen im ausreichenden Abstand zu den Brücken besetzt wird. Warum habe ich aber das Gefühl, dass sie darauf auch nicht eingehen werden? Ich glaube, Sie haben sich mit dem unbedingten Erhalt der Bäume so sehr identifiziert (an sich ist das ja positiv), dass jede andere Entscheidung / Kompromis von ihnen als Gesichtsverlust verstanden wird. Und ab da wird die Sache schwierig.
Die Innenstadt hatte in der letzte Zeit so viele "Einzelfälle" zu verzeichnen, dass sich mancher Erfurter fragt, ob vielleicht genau das "stadtgestalterischer Grundsatz" in dieser Stadt ist. Bei der Rathausbrücke IST beides möglich - Bauwerk und Baumerhalt! Das hat die Verwaltung zunächst abgestritten. "Geht nicht!" hieß es. Dem Engagement einiger Bürger ist die Erkenntnis zu verdanken, dass es doch geht.
Falsch, beides geht eben nicht, wenn die vom Stadtrat bestätigte Variante gebaut werden soll. Ich weiß nicht wie oft bei vielen Gelegenheiten darauf hingewiesen wurde, dass die Verwaltung nicht die Sonne ist und alles andere dreht sich um sie. Der Stadtrat legt fest, was gebaut. Technisch und gestalterisch. Und bei der Umsetzung dieser für die Verwaltung geltenden Vorgabe, sind eben der Baumerhalt nicht möglich. Das hat nichts damit zu tun, dass es nicht unter gewissen Umständen (unter Aufgabe gewisser gestalterischer Zielstellungen) möglich wäre. Dann muss aber der Stadtrat auch sagen, bitteschön so wollen wir es. Politisch armeselig wird es, wenn z.B. Herr Kallenbach als damaliges Wettbewerbsjurymitglied alle Fakten kennt und bestätigt und sich heute hinstellt und sagt, er wurde quasi von der Verwaltung betrogen. Dies lässt an seinen politischen Qualitäten zweifeln.

Ein Bauwerk, was die nächsten 100 Jahre an einer der sensibelsten Stellen in der Innenstadt steht. - GENAU!!! aus diesem Grund, wollen wir nicht irgendeine Brücke, sondern eine für diesen Standort möglichst optimale Brücke.
Was heißt hier irgendeine Brücke!? Sie wollen die aus ihrer Sicht optimale Brücke. Bitte seien sie nicht zu vermessen und verwechseln ihre Ansicht mit dem Willen aller Bürger, denn dann wird gefährlich. Ich komme wieder auf das oben genannte zurück. Sie argumentieren ausschließlich emotional. Das ist für eine Betrachtungsweise der Verwaltung ein bissel arg eindimensional.

... dachte sich die Stadt und legte die Planung nach dem Wettbewerb erst mal für einige Jährchen in die Schublade.
[/quote]

Dieser Satz zeigt mir, dass Sie die Grundproblemtik der Finanzierung von städtischen Bauvorhaben nicht kennen oder kennen wollen.

Concivis
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Concivis » Sonntag 8. März 2015, 13:28

Erfurt-Brückenstadt hat geschrieben: Falsch, beides geht eben nicht, wenn die vom Stadtrat bestätigte Variante gebaut werden soll. Ich weiß nicht wie oft bei vielen Gelegenheiten darauf hingewiesen wurde, dass die Verwaltung nicht die Sonne ist und alles andere dreht sich um sie. Der Stadtrat legt fest, was gebaut. Technisch und gestalterisch. Und bei der Umsetzung dieser für die Verwaltung geltenden Vorgabe, sind eben der Baumerhalt nicht möglich. Das hat nichts damit zu tun, dass es nicht unter gewissen Umständen (unter Aufgabe gewisser gestalterischer Zielstellungen) möglich wäre. Dann muss aber der Stadtrat auch sagen, bitteschön so wollen wir es.
Also ist das alles nur ein politisches Problem und damit auf Basis einer politischen Debatte zu lösen. Ich verstehe nicht, warum Sie der BI übertriebene Emotionalität vorwerfen, wenn es doch genau darum geht? Politik ist zumeist kein mathematisch exakt lösbares Gleichungssystem, sondern existiert und lebt von den Empfindungen der teilnehmenden Menschen. Emotionale Faktoren, wie Ästhetik oder Raumgefühl sind ja offenbar auch in die Gestaltung der ersten Planungsvariante geflossen.

Wenn die Rathausbrücke nun verschiedenen Zielen gerecht werden muss, dann müssen diese Ziele ausreichend intensiv diskutiert werden. Sie haben Recht, auch ich halte den Stadtrat für verantwortlich an der jetzigen Planungsmisere. Warum aber kämpft die Verwaltung nun trotzdem so verbissen für die doch offensichtlich unter Annahme falscher Zielstellungen entworfene Variante? Das ist es, was mich so wundert. Man könnte sich doch einfach zurücklehnen und auf die Entscheidung des Stadtrats warten, um dann neu zu planen. 150 TEUR sind mir das allemal wert.

Erfurt-Brückenstadt
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Erfurt-Brückenstadt » Sonntag 8. März 2015, 18:58

Concivis hat geschrieben:
Erfurt-Brückenstadt hat geschrieben: Falsch, beides geht eben nicht, wenn die vom Stadtrat bestätigte Variante gebaut werden soll. Ich weiß nicht wie oft bei vielen Gelegenheiten darauf hingewiesen wurde, dass die Verwaltung nicht die Sonne ist und alles andere dreht sich um sie. Der Stadtrat legt fest, was gebaut. Technisch und gestalterisch. Und bei der Umsetzung dieser für die Verwaltung geltenden Vorgabe, sind eben der Baumerhalt nicht möglich. Das hat nichts damit zu tun, dass es nicht unter gewissen Umständen (unter Aufgabe gewisser gestalterischer Zielstellungen) möglich wäre. Dann muss aber der Stadtrat auch sagen, bitteschön so wollen wir es.
Also ist das alles nur ein politisches Problem und damit auf Basis einer politischen Debatte zu lösen. Ich verstehe nicht, warum Sie der BI übertriebene Emotionalität vorwerfen, wenn es doch genau darum geht? Politik ist zumeist kein mathematisch exakt lösbares Gleichungssystem, sondern existiert und lebt von den Empfindungen der teilnehmenden Menschen. Emotionale Faktoren, wie Ästhetik oder Raumgefühl sind ja offenbar auch in die Gestaltung der ersten Planungsvariante geflossen.

Wenn die Rathausbrücke nun verschiedenen Zielen gerecht werden muss, dann müssen diese Ziele ausreichend intensiv diskutiert werden. Sie haben Recht, auch ich halte den Stadtrat für verantwortlich an der jetzigen Planungsmisere. Warum aber kämpft die Verwaltung nun trotzdem so verbissen für die doch offensichtlich unter Annahme falscher Zielstellungen entworfene Variante? Das ist es, was mich so wundert. Man könnte sich doch einfach zurücklehnen und auf die Entscheidung des Stadtrats warten, um dann neu zu planen. 150 TEUR sind mir das allemal wert.

Na ja, Sie geben das Geld aber verhältnismäßig leichtfertig aus ;-)
Aber es ist doch sehr wahrscheinlich so, dass in der Verwaltung nicht nur emotionslose Technokraten und "Schreibtischtäter" sitzen, sondern die mit dem Vorhaben betrauten Mitarbeiter ihre Sache mit Engagement machen um am Ende etwas Gutes für die Stadt zu erreichen. Insofern kann ich es schon verstehen, wenn die Arbeit mehrerer Jahre, die zwischenzeitlich von der Politik mehrfach auch als richtig bestätigt wurde, verteidigt wird. Oftmals wird von Seiten des Stadtrates und einiger Vertreter / Sympathisanten seitens der BI der Verwaltung - sprich den Mitarbeiter der beteiligten Ämter - eine Art fast krimineller Energie unterstellen, mit der sie den Stadtrat getäuscht haben sollen, im Grunde die Stadt platt machen wollen und generell in der Sache das Augenmaß verloren haben sollen. Das solche Aussagen zu Frust und Gegenwehr führen verwundert mich nicht und würde sehr wahrscheinlich bei jedem der seine Arbeit nicht nur aus reinem Brotwerwerb ausübt zu ähnlichen Reaktionen führen. Insofern haben Sie recht, wenn Sie sagen es ist ein politisches Problem, aber es hängt zum jetzigen Zeitpunkt (nach über 7 Jahren Bearbeitung) auch noch allerhand Arbeit und Geld mit dran .
Die BI hat eben zu den Zeiten, wo die Planung öffentlich einsehbar war einfach gepennt.

Stadtbewohner
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Re: Neue Brücken - neue Bäume ?

Beitrag von Stadtbewohner » Sonntag 8. März 2015, 22:56

Sehr geehrtes Forum.Erfurt,

ich verfolge die Beiträge zur Krämerbrückenthematik und frage mich in welchem Interesse dieses Forum hier steht?
Die Polemik und Meinungsmache die hier seitens der Moderation und Redaktion des Forums in Form Ihrer Beiträge gemacht wird, ist eine Farce und geradezu peinlich für die Stadt als Forum.Erfurt.Initiator. Es soll ein Diskussionsforum mit Bürgebeteiligung sein. Mir jedenfalls ist schon jetzt die Lust vergangen mich mit Beiträgen zu beteiligen, wenn diese seitens der Moderation so meinungsmachend und so viel "Ehrgeiz" beantwortet werden. Ich fühle viele Beiträge nicht ernst genommen. Und eine Forum als Etikette,i.S. von "wir haben doch die Bürger gefragt..." kann in dieser Form auch eingespart werden.

Erfurt (Verwaltung und Stadtrat) braucht einen neuen anderen Umgang mit seinen Bürgern,wenn der Stadt und deren Entscheidungsträgern wirklich daran liegt, was die Menschen der Stadt bewegt. Ich begrüße die Überdenkung und Neuplanung der angedachten Brücke und spreche mich für den Erhalt aller Bäume aus. Und ich danke der Stadträume statt Leerräume Initiative,dass sie diesen Stein ins Rollen gebracht hat. Mögen auch die Verantwortlichen der Stadt profisioneller damit umgehen.

Gesperrt

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